DIE LINKE im Stadtrat: Meyer-Gluche soll sich um den Haushalt kümmern

11.11.19
SaarlandSaarland, News 

 

Von Linksfraktion Saarbrücken

Zur Nominierung von Barbara Meyer-Gluche als Finanzdezernentin der Landeshauptstadt Saarbrücken äußert sich Michael Bleines, Fraktionsvorsitzender der LINKEN im Stadtrat, kritisch:

„Aus ihrer eigenen Homepage geht hervor, dass Meyer-Gluche noch bis 2010 studiert hat – Politikwissenschaften und VWL. Danach hat sie in ihrer Partei Karriere gemacht, zunächst als Mitarbeiterin der grünen Landtagsfraktion und anschließend als Kreisvorsitzende in Saarbrücken. Erst seit 2017 sammelt sie berufliche Erfahrung als Referentin im Finanzministerium. Warum sie von der Jamaika-Koalition als zukünftige Finanzdezernentin auserkoren wurde, erschließt sich nicht ohne weiteres. Es könnte mehrere mutmaßliche Gründe geben. Womöglich existiert bei CDU und FDP so wenig Finanzkompetenz, dass Meyer-Gluche einfach die Person in der Koalition mit dem größten Fachwissen und der längsten Erfahrung ist.“

Am wahrscheinlichsten, so Bleines weiter, sei aber die Vermutung, dass ihre Nominierung schlichtweg der Preis für das Umkippen der grünen Fraktion und deren Beteiligung an Jamaika sei – immerhin mehr als „dreißig Silberlinge“. Was diese Entscheidung für die Zukunft der Stadt bedeute, sei offen.

„Die CDU hat den wichtigsten Posten in der Stadt – vielleicht wichtiger als der des Oberbürgermeisters – an die Grünen abgegeben. Sie lässt sich damit vorführen, verzichtet auf ihren eigenen Einfluss auf die Finanzpolitik und sorgt dafür, dass zukünftige Finanzentscheidungen im Stadtrat – und davon sind fast alle Entscheidungen betroffen – unter einem grünen Vorbehalt stehen. Meyer-Gluche wird nun zeigen müssen, ob sie die neoliberale Politik von CDU und FDP vertritt, mit der sie sich angedient hat oder ob sie womöglich doch, trotz fehlender Erfahrung und jungen Jahren (35), ein eigenständiges Fachdezernat führen kann. Wir gratulieren jedenfalls zum raketenhaften Karrieresprung, nachdem es wohl im Finanzministerium nicht voranging und das mit der Oberbürgermeisterwahl nicht geklappt hat. Wir hoffen nur, dass die Landeshauptstadt durch dieses Karrierestreben nicht beschädigt wird“, so Bleines abschließend.







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