LINKE beantragt Kontingentwohnungen für Frauenhäuser

13.07.20
SaarlandSaarland, Feminismus, News 

 

Von Linksfraktion Saarbrücken

Aufgrund starker Auslastung der saarländischen Frauenhäuser und vor dem Hintergrund der im Dezember durch den Saarbrücker Stadtrat verabschiedeten Resolution „Nein zu Gewalt gegen Frauen“ beantragt die linke Stadtratsfraktion die Bereitstellung von Kontingentwohnungen für von Gewaltausübung betroffene Frauen. Insbesondere aufgrund der Corona-Krise könnte sich die Problematik der häuslichen Gewalt noch weiter zuspitzen.

Die sozialpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Patricia Schumann, erläutert:

„Eine Anfrage unsererseits Ende 2019 bei den saarländischen Frauenhäusern hatte ergeben, dass diese im Augenblick zwar nicht überlastet, aber durchaus bis an die Grenze ausgelastet sind. Ein anschließendes Gespräch mit der zuständigen Bereichsleiterin hat aber durchaus noch andere Schwierigkeiten zu Tage gefördert, mit denen die Frauenhäuser zu kämpfen haben. Es gibt beispielsweise immer wieder Fälle, bei denen hilfesuchende Frauen – oftmals Alleinerziehende mit Kindern – aus unterschiedlichen, spezifischen Gründen nicht in den Frauenhäusern selber aufgenommen werden könnten, sondern entsprechenden Notwohnungen zugewiesen würden. Aufgrund der Engpasslage auf dem Wohnungsmarkt werde es für die Frauenhäuser aber immer schwieriger, geeignete Wohnungen für die betroffenen Frauen und ihre Kinder kurzfristig zu finden. Im Zuge der momentanen Ausgangsbeschränkungen könnte die Lage für potentiell betroffene Frauen zunehmend kritischer werden.“

Bereits in der Haushaltssitzung im Dezember 2019 habe DIE LINKE, so Schumann weiter, einen Antrag zur Bereitstellung von Kontingentwohnungen gestellt, der von der Jamaika-Koalition abgelehnt wurde. Nun, da die Lage sich möglicherweise zuspitze, sollte die Koalition nach Ansicht der LINKEN von parteipolitischem Geplänkel absehen und den Antrag unterstützen.

 „DIE LINKE beantragt daher die Bereitstellung von geeigneten Kontingentwohnungen durch die Landeshauptstadt Saarbrücken in Absprache mit den Frauenhäusern, damit im Falle der Notwendigkeit schnellstens und möglichst unbürokratisch eine geeignete Bleibe für in Not geratene Frauen und ihre Kinder zur Verfügung steht. Wir appellieren hiermit an alle Saarbrücker Stadtverordneten, fraktionsübergreifend mit uns dafür zu sorgen, dass die Resolution ‚Nein zu Gewalt gegen Frauen‘ nicht bloß eine abstrakte Willensbekundung bleibt, sondern durch diese und andere Maßnahmen in praktische und notwendige Hilfeleistungen umgewandelt wird“, so Schumann abschließend.







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