LINKE Jugend an der Saar setzt auf Zukunftschancen statt auf Verschärfung des Strafrechts


07.01.08
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Prävention statt blindem Aktionismus

Saarbrücken (sk) - Angesichts neuer Fälle von jugendlicher Gewalt und den anstehenden Landtagswahlkämpfen, ist die Diskussion um die Wirksamkeit des Jugendstrafrechts neu ausgebrochen. Doch die von der CDU geforderte Verschärfung des Strafrechts hält die bildungspolitische Sprecherin der Linksjugend Saar, Yvonne Ploetz, für den völlig falschen Ansatz:

„Wir brauchen Prävention statt blindem Aktionismus. Das Übel der Gewalt muss an der Wurzel gepackt werden", fordert Ploetz. Ob mit oder ohne Migrationshintergrund – jugendliche Straftäter zeichnen sich im Allgemeinen dadurch aus, dass es ihnen an Bildung mangelt und dass sie sich in einer perspektivlosen Lage befinden." Die Rückfallquote sei bei den geforderten Erziehungslagern nach Erfahrungen aus der USA mit zwei Dritteln erwiesenermaßen schlecht. Auch der Warn-Arrest sei mit 71 Prozent Rückfalltätern ein extremer Misserfolg.

„Eine wirksame Kriminalitätsbekämpfung muss damit beginnen, präventiv zu arbeiten, also den jungen Menschen Zukunftschancen aufzuzeigen", so der Landesvorsitzende der saarländischen Linksjugend, Sebastian Beining. „Effizient und langfristig schafft auch das Saarland diesen Schritt nur durch ein faires Bildungssystem, also durch die flächendeckende Einführung von Gemeinschaftsschulen mit ganztägigem qualitativen Angebot, frühe Sprachförderung, Lernmittelfreiheit und die ausreichende Bereitstellung von Freizeitbeschäftigungen, Jugendtreffs und Anerkennung bei ehrenamtlichen Tätigkeiten. Auch bei der Integration von Jugendlichen in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt bedarf es einer breiten Unterstützung der betroffenen Jugendlichen so Beining abschließend"







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