Muslimverband im Saarland will keine Frauen in der Öffentlichkeit


09.01.08
SaarlandSaarland 

 

Vereinigung vertritt ein archaisches Frauenbild

Losheim (sk) - „Wer Frauen als Menschen zweiter Klasse ansieht, die ihren Platz am heimischen Herd haben und sie zum Kopftuchtragen zwingt, erfüllt nicht die Mindestvoraussetzungen zur Etablierung eines neuen Unterrichtsfaches." So kommentiert Klaus Blees von der „Aktion 3.Welt Saar" die Pläne zur Gründung eines muslimischen Dachverbandes im Saarland. Der Verband wird gegründet, um Islamunterricht einführen zu können. Klaus Blees ist Mitarbeiter im „Kompetenzzentrum Islamismus", das bei der „Aktion 3.Welt Saar" angesiedelt ist und dessen Aufbau von der „Europäischen Union / Europäischer Flüchtlingsfonds" gefördert wird.

So spricht sich beispielsweise eine der maßgeblichen Gruppen des geplanten Muslimrates offen für den Kopftuchzwang gegenüber Frauen aus. Auf der Internetseite von „DITIB – Türkische, Islamische Gemeinde zu Saarbrücken e.V." heißt es wörtlich: „Das Kopftuch ist ein Gebot des Gottes im Islam" (siehe 5. Frage unter: www.ditib-saar.de/de/fragen.htm). Die „Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion, DITIB" koordiniert knapp 900 Moscheevereine in der Bundesrepublik und untersteht direkt dem türkischen „Präsidium für religiöse Angelegenheiten" in Ankara.

Insgesamt vertritt die Vereinigung ein archaisches Frauenbild, wonach der natürliche Platz von Frauen der private Bereich sei. Ein gleichberechtigtes Miteinander von Frauen und Männern in der Öffentlichkeit, Gesellschaft und Politik kommt dort nicht vor. Auf die Frage, welchen Stellenwert Frauen in der Gesellschaft haben, antwortet DITIB auf der eigenen Internetseite: „Der Islam legt großen Wert auf die Frau. In der Familie hat die Frau einen wichtigen Stellenwert." (siehe 4. Frage unter: www.ditib-saar.de/de/fragen.htm) Aber selbst in der Familie hat sich die Frau laut DITIB-Saar dem Manne unterzuordnen. Auf die Frage, ob ein Muslim oder eine Muslimin jemand aus einer anderen Religion heiraten darf heißt es im O-Ton: „Ein moslemischer Mann darf eine gläubige Christin oder eine Jüdin heiraten, jedoch darf eine moslemische Frau nur einen Moslem heiraten, denn da der Mann eine führende Rolle in der Familie hat, kann eine moslemische Frau eventuell hinsichtlich ihrer Religion unter Druck gesetzt werden und somit können familiäre und religiöse Probleme entstehen." (siehe 9. Frage unter www.ditib-saar.de/de/fragen.htm)

Zum aktuellen Thema Islamismus hat die „Aktion 3.Welt Saar" gerade die vierseitige Flugschrift „Mit Islamismus gegen die Aufklärung" publiziert, die gegen Rückporto kostenlos zugesandt wird. Sie kann auch auf der Internetseite eingesehen werden. Kontakt: Aktion 3.Welt Saar, Weiskirchener Str. 24, 66679 Losheim am See, Telefon 06872 / 9930-56, www.a3wsaar.de .







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