Saartire: Schwerer Diebstahl in Trier


Bild: Die Kripo Trier fragt: „Ist dies das Ebenbild von Luzifer"?, Zeichnung: Andreas Rockstein

01.01.08
SaarlandSaarland, Rheinland-Pfalz 

 

War es wirklich Luzifer?

Von Ernst Nonsens

Trier – Wie die Trierer Polizei erst jetzt meldet, haben unbekannte Diebe in der vergangenen Sylvesternacht, den rund 65 Tonnen schweren Domstein entwendet. Zeugen wollen am Tatort vor dem Trierer Petersdom einen Schwertransporter mit saarländischem Kennzeichen gesehen haben. Unter dringendem Tatverdacht steht auch der stadtbekannte Linksextremist Albert S., dessen Pläne, die Porta Nigra mit roter Umweltfarbe zu verschönern, in der Vergangenheit für große Irritationen unter den eher konservativen Bürgern der Moselstadt gesorgt hatten.

Hauptkommissar Heino Bullrich von der „Ermittlungsgruppe Domstein" (EGD) vermutet, die etwa 4 Meter lange Granitsäule werde in den Vorgarten eines bekannten Linkspolitikers im Saarland verbracht und dort als Findling oder Wasserspeier neue Verwendung finden. Ein erster Verdacht, der aus seinem Amt geschiedene Bischof Dr. Reinhard Marx habe den Domstein heimlich in seine neue Erzdiözese München und Freising schaffen lassen, hat sich bisher nicht erhärtet.

Ein, am Tatort aufgefundenes Taschentuch mit den Initialen CMJ, sowie ein leerer Kasten Bier einer ostdeutschen Edelmarke geben der Kripo in Trier ebenfalls schwere Rätsel auf. Einen terroristischen Hintergrund hinter dem Diebstahl vermuten die ermittelnden Beamten derzeit nicht. Ein, immer noch von der Sylvesternacht beschwipster Domher gab unterdessen zu Protokoll, er habe einen Kerl namens Luzifer beobachtet wie dieser alleine den gewichtigen Granitstein unter höllischem Gelächter auf den Schwerlaster gehoben habe. Einer Legende nach soll der Teufel schon beim Bau des Trierer Petersdoms mitgeholfen haben, jedoch um seinen Lohn betrogen worden sein. „War dies ein später Racheakt Luzifers und wer ist der Kerl mit den initialen CMJ auf seinem Taschentuch, der den Schwertransporter angeblich gefahren hat", fragt Hauptkommissar Heino Bullrich.

Das bedeutende sakrale Bauwerk abendländischer Baukunst steht seit 1986 zusammen mit der unmittelbar benachbarten Liebfrauenkirche auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbes. Daher setzt die UNESCO 100 000 Euro Belohnung für die Wiederauffindung des Domsteins, sowie für sachdienliche Hinweise auf die Diebe aus. Eine Kopie der rund 65 Tonnen schweren Säule aus Odenwälder Granit befindet sich zwar im, dem Dom benachbarten Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum, zählt aber nicht zum Weltkulturerbe und kann somit den gestohlenen Domstein nicht ersetzen.

Unterdessen konnte die Kripo Trier, nachdem sich weitere Zeugen für den Frevel in der Sylvesternacht gemeldet haben, eine Phantomzeichnung eines der Täter anfertigen. Auch ein abgehörtes Telefongespräch des stadtbekannten Trierer Linksextremisten Albert S. könne zur raschen Aufklärung des Falls beitragen, war aus Kreisen der Kripo in der Moselstadt zu erfahren. Aus dem Telefonat von Albert S. gehe eindeutig hervor, dass sich der rote Halunke in den nächsten Tagen in einer Bahnhofskneipe in Saarburg bei Trier mit dem geheimnisvollen CMJ treffen wolle. Dabei sei auch über Luzifer und größere Summen Zaster gesprochen worden, sagte Hauptkommissar Heino Bullrich gegenüber unserer Redaktion.







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