CDU will einseitige Beeinflussung von Schüler/innen im Unterricht durch Bundeswehr fortsetzen

05.12.13
SaarlandSaarland, Kultur, News 

 

von FriedensNetz Saar

Das FriedensNetz Saar weist die Darstellung des Generalsekretärs der CDU Saar, Roland Theis* zum Thema Friedenserziehung an saarländischen Schulen energisch zurück.

„Wer von Militärs zu Frieden erziehen lassen will, bereitet in Wahrheit die nächsten Kriegseinsätze vor. Mit dieser unsäglichen Tradition des Militarismus muss endlich gebrochen werden.“,
führt die Sprecherin des FriedensNetz Waltraud Andruet aus. „Kriege können keine friedliche Entwicklung hervorbringen. Deshalb muss ein Gegengewicht zum Auftreten von Bundeswehroffizieren an Schulen geschaffen werden, gerade durch Menschen aus Kirchen, Gewerkschaften und demokratischen Bewegungen, aus der Mitte unserer Gesellschaft.“

„Der CDU-Generalsekretär möchte anscheinend ein Monopol der Bundeswehr in friedenspolitischen Fragen im Bildungssystem durchsetzen.“, kommentiert Dr. Nikolaus Goetz vom Friedens-Netz. Damit entlarve Roland Theis die wahre Intention des Kooperationsvertrages zwischen dem Kultusministerium und der Bundeswehr. Dieser solle nämlich den exklusiven Zugang von Jugendoffizieren an Schulen und damit eine völlig einseitige Beeinflussung von Schülerinnen und Schülern absichern.

"Geradezu hinterwäldlerisch komme die CDU mit ihrem Leitbild für den Schulunterricht daher“, argumentiert Thomas Hagenhofer vom FriedensNetz weiter. Wer nach allen Erkenntnissen der Lernpsychologie und Kompetenzforschung heute die Hauptaufgabe der Schule nur darin sieht, „Wissen und Fähigkeiten zu vermitteln“, der sollte sich schnellstens in dieser Frage weiterbilden. „Der „Nürnberger Trichter“ als Bildungsprinzip hat genauso ausgedient wie die antiquierte Vorstellung, mit Militär den Frieden zu sichern.“

„Wer steht eigentlich auf dem Boden freiheitlich-demokratischen Grundordnung?“ hinterfragt das FriedensNetz-Saar das von Herrn Theis angesprochene Ordnungsprinzip. Das Friedensnetz-Saar als Teil der deutschen Friedensbewegung, die nach der NS-Herrschaft und dem Zweiten Weltkrieg das Verbot von Angriffskriegen im Grundgesetz in der praktischen Politik durchsetzen möchte oder eine Partei, die erneut Krieg als Mittel der Politik hoffähig machen will?“

Das FriedensNetz Saar ist eine offene Initiative, denen Ziel es ist, eine bessere Welt ohne Kriege zu verwirklichen. Der Weg dorthin ist weit und steil und unsere Mitglieder und Unterstützer/innen kommen aus vielen gesellschaftlichen Gruppen. Auf diesem Weg arbeiten wir mit allen politischen Kräften zusammen, die sich gegen immer neue Kriege und die deutsche Beteiligung an solchen zur Wehr setzen.

i.A. Thomas Hagenhofer

*http://bundespresseportal.de/saarland/item/18163-theis-angebote-der-%E2%80%9Efriedensbewegung%E2%80%9C-haben-f%C3%BCr-uns-nicht-den-gleichen-rang-wie-der-auftrag-der-bundeswehr.html

Saarländischer Arbeitskreis für Frieden und Menschenrechte

c/o Waltraud Andruet, Beim Kalkofen 8, 66793 Saarwellingen, Tel:06838 / 82220 Dr. Nikolaus Götz, Neustraße 35, 66115 Saarbrücken, Tel. 0681/ 45 883 Erika Schwang, St. Wendeler-Straße 38, 66115 Saarbrücken, Tel.: 48601 Thomas Hagenhofer, Zeller Weg 30, 66111 Saarbrücken, Tel. 0681/ 58 49 535


VON: FRIEDENSNETZ SAAR






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