Kinderarmut: LINKE an der Saar fordert Lernmittelfreiheit


Foto: SaarKurier

18.11.07
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Land soll sich an Mittagessen in Kindertagesstätten beteiligen

Saarbrücken (sk). Angesichts des am vergangenen Donnerstag in Berlin vorgestellten „Kinderreport Deutschland 2007" des Kinderhilfswerkes, fordert die Landesarbeitsgemeinschaft Kinder und Familie (LAG) der saarländischen LINKEN ein verstärktes Engagement gegen die Verarmung von Kindern und ihren Familien auch im Saarland. „Dringend notwendig sind jetzt konkrete Schritte, um der strukturellen Benachteiligung von Kindern und ihren Familien entgegenzuwirken und Maßnahmen gegen materielle Not und Bildungsarmut zu ergreifen", so LAG-Sprecherin Dagmar Trenz.

„Kindbedingte Ausgaben von Familien müssen insbesondere im Bildungsbereich sinken, deshalb fordern wir die Einführung der Lernmittelfreiheit an Schulen und Angebote zur Nachhilfe in den Ganztagsschulen", erklärt Dagmar Trenz. „Zu Schuljahresbeginn muss es für arme Kinder außerdem so genannte Einmalzahlungen geben, damit die entstehenden Kosten für Hefte, Stifte, Zirkel und Taschenrechner auch bezahlt werden können."

Das Kinderhilfswerk hatte vergangene Woche in Berlin darauf hingewiesen, dass jedes sechste Kind in Deutschland inzwischen als arm gelte, im Stadtverband Saarbrücken sei bei weiter steigenden Zahlen sogar schon mehr als jedes vierte Kind auf Sozialleistungen angewiesen.


VON: CMJ






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