Jusos: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit statt medialer Alleingänge

13.02.21
SaarlandSaarland, News 

 

Von Jusos Saar

Die Jusos im Saarland sind verwundert, dass der Ministerpräsident erneut beim Thema Grenzschließungen Alleingänge über die Medien einer besseren Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn vorzieht. Der Ministerpräsident habe schon in der Vergangenheit diplomatisches Porzellan zerschlagen, indem er etwa das Krisenmanagement von Luxemburg öffentlich kritisierte, obwohl das Großherzogtum nachweislich europaweit die beste Teststrategie verfolgt. Auch die martialischen Auftritte des Innenministers zu Beginn der Corona-Pandemie wurden von Tobias Hans hingenommen. Statt einer neuerlichen Debatte über Grenzschließungen, appellieren die Jusos an die Landesregierung, endlich ein grenzüberschreitendes Pandemiemanagement zu verfolgen. 

Kira Braun, Landesvorsitzende der Jusos: 

„Der Ministerpräsident hat offensichtlich im Hinblick auf einen nachbarschaftlichen Umgang in der Grenzregion wenig aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt. Grenzschließungen und faktisch gleichwertige Ersatzmaßnahmen werden die Corona-Zahlen nicht senken. Es braucht mehr Tests und mehr Abstimmung in der Großregion. Dafür eignet sich aber das Telefon besser als die Fernsehkamera.“

Angesichts der Ankündigung von Hans, man werde künftig „Testen, testen, testen“, stellen sich die Jusos die Frage, warum diese Einsicht erst jetzt kommt.

„Während Luxemburg seine Bevölkerung schon mehrfach durchgetestet hat, sind die gemeldeten Zahlen im Saarland in 3 von 7 Tagen kaum aussagefähig. Auch die hohe Positivrate zeigt, dass die Dunkelziffer immens ist. Es wäre wünschenswert, wenn man sich in Saarbrücken stärker daran orientiert, was Luxemburg besser macht.“







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