Leserbrief von Günter Meisinger zu "Wie eine Halsgeige...."

12.11.13
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ich verstehe was der autor sagen möchte, und im kontext hat er recht, aber formulierungen wie "arbeit macht geistig gesund" erinnern doch an "arbeit macht frei", was über den KZ´s stand. wenn fallmanager behaupten, 1/3 bis 50% der bezieher von sozialleistungen seien psychisch krank, dann kommt dies ausgerechnet von leuten, die sich gegenüber ihrer klientel wahrlich wie geisteskranke aufführen. ist nicht ein system gestört, daß hartz4-gesetze macht? wen die erwerbslosigkeit traurig oder depressiv macht, der ist ja noch nicht geisteskrank. und warum sollte jedem langweilig sein, der nicht den ganzen tag in büro oder fabrik geht? der autor entdeckte doch selber den spaß am zeitintensiven bücher schreiben, also am kreativ sein. wenn er jetzt noch bedeckt, wieviel bücher er auch lesen, wieviel sprachen er lernen, wieviel leute er auf reisen kennenlernen könnte,wieviel es politisch zu tun gibt (usw.usw!), dürfte langeweile für ihn kein thema mehr sein. wer arbeit in fabrik oder büro als allheilmittel für alle probleme ansieht (typisch deutsch!) muß aufpassen, nicht versehentlich den herrschenden nach dem mund zu reden. wenn nicht der real existierende kapital-terror-ismus jedem von kind auf beibringen würde, daß ein mensch ohne genug geld hierzulande einen scheißdreck wert ist, würde arbeitslosigkeit seltener so bedrückend erlebt. ebenso bei ausreichender sozialleistung, die es ja nicht gibt.es geht also nicht nur um "recht auf arbeit", sondern um mehr, um abschaffung der lohnsklaverei an sich, um die volle kaserolle!  


VON: GÜNTER MEISINGER


Wie eine Halsgeige, die lähmt und Selbstvertrauen absorbiert... - 10-11-13 20:47




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