Leserbrief von A. Holberg

21.01.16
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Betr. Nach dem Schock von Köln – eine hilflose Linke zwischen Ritual und Reflex

Ich mach's kurz!: ein toller Artikel, der das, was ich (wohlbemerkt kein "Mandelist")im Wesentlichen bereits geschrieben hatte, mit der - leider wohl - notwendigen Ausführlichkeit noch einmal darlegt. Insbesondere muss immer wieder beont werden, dass vor allen Überlegungen zum Thema "was tun?" die Darstellung und Analyse des "was ist?" zu kommen hat. Sollte dieser Beitrag wirklich einen Shitstorm nach sich ziehen - na und? Welche gesellschaftliche Relevanz haben denn diese "linken" Kreise,  aus denen "Shit" kommt? Dass die Linke im allgemeinen Sinn ohnehin leider wenig gesellschaftliche Relevanz hat, liegt natürlich letztendlich daran, dass sich ihr die einzige objektiv relevante soziale Basis - das "revolutionäre Subjekt" in Form der Arbeiterklasse - seit "ewigen Zeiten" beharrlich verweigert und die Linke so nur in negativer Weise ihre Theorien und Aktivitäten an der  Praxis überprüfen kann. Ganz zentral scheint mir die (theoretische) Arbeit an der Frage zu sein, weshalb das m.E. einzig mögliche  revolutionäre Subjekt (die Arbeiterklasse) sich beharrlich weigert, seine "historische Mission" zu erfüllen. Das wäre die Voraussetzung dafür, eine praktikabele linke Praxis zu entwickeln (auch in der Flüchtlingsfrage). Auf den Teil der "Linken", der ohnehin damit durchaus zufrieden sind, nicht von den "reaktinären Normalos" verstanden zu werden, kann die Welt natürlicht verzichten.



Nach dem Schock von Köln – eine hilflose Linke zwischen Ritual und Reflex - 20-01-16 20:53




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