Leserbrief von Wolfgang Kulas

20.03.17
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Sehr geehrter Herr Lindenau,
man möchte meinen, dass Sie die damaligen Vorgänge bis in Zeiten des sogenannten "Eurokommuninsmus" alleine besser geführt hätten; wohl aber zumindest mit dem gleichen Ergebnis, die wissenschaftliche Theorie weiter in den Mißkrdit zu bringen. Wie man sieht, lenken jene Kräfte der Linkspartei ein Schiff in eine "erfolgreiche" Entwicklung, an derem Ende nichts weiter als gewöhnlicher Sozialdemokratismus wartet?
Meine Empfehlung; hinsetzen und lernen, lernen und noch mals lernen, wie Lenin es schon schrieb.
Wenn wir heute uns das Recht heraus nehmen über damls zu urteilen, müssen wir das Talent besitzen, das gegenwärtige Tun damit im Zusammenhang mit dialektischer Betrachtung zu bewerten. Es genügd nicht, aus revoltierenden Gefühlen und Entäuschung heraus irgend welche Revolutionäre von Damals einfach in das Heute zu transformieren.
Ich denke, dass das Erscheinungsbild Eurokommunismus schon für sich alleine für das Heute spricht. Und wenn man heute nicht wenige Funktioner der Linkspartei hört, wie man "abschwört" und noch vor wenigen Jahren meinte, man sei mit ordentlichem Gehalt der SED auch Kommunist; nun; so sollte man in der heutigen Betrachtung geschichtlicher Abläufe lediglich nüchterner sein und weniger auf der Suche nach Diskreditierung.

Die Verwandlungsprozesse vom Saulus zum Paulus ist wohl lediglich auch eine Erscheinung der Menschwerdung im Prozess des gesellschaftlichen Seins und gesellschaftlichen Bewußtseins.
Im übrigen hatte ich schon Kontakt mit "Neubewertern". Geschichte lässt sich nicht täuschen, aber von Schreibern in ihrer Bewertung verbiegen.:-)



Gramsci und die Oktoberrevolution - 19-03-17 20:58




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