Leserbrief von A. Holberg zu: Leserbrief von Klari Nette

06.12.17
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Betr. Zur (inner)linken Debatte um Migration und die AfD-Wählerschaft

Wenn man die Frage stellt, ob man irgendetwas - z.B. den Islam - hassen darf oder sollte, sollte man zunächst einmal klar machen, dass man weiß, um was es geht. "Den" Islam gibt es in der Realität ebensowenig wie "das" Christentum oder auch "den" Marxismus. In der Realität meint hier in der Form wie er von den offiziellen Anhängern des Einen wie des Anderen in Vergangenheit und Gegenwart verstanden wurde oder wird. Es genügt vielleicht darauf hinzuweisen, dass zumindest seit dem Tod des Propheten Muhammad kaum weniger Blut in innermuslimischen Auseinandersetzungen geflossen ist als in solchen zwischen Muslimen und "Ungläubigen", und Entsprechendes gilt bekanntlich auch für das Christentum. Das jüngste und leider sicher nicht das letzte Beispiel dürfte das Massaker durch Salafisten an Sufis im Sinai gewesen sein. Kein Zweifel, dass sich beide als die authentischen Vertreter "des" Islams verstehen. Und was war mit "den" Marxisten zu Zeiten der Moskauer Prozesse in den 30er Jahren? Die Anerkennung des "wissenschaftlichen Sozialismus" durch Stalinisten und Antistalinisten, darunter an prominenter Stelle Trotzkisten, hat das Massaker nicht verhindert. Für das, was man zurecht hassen sollte, muss man wohl andere Gründe suchen als "den" Islam, "das" Christentum oder "den" Marxismus







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