Leserbrief von A. Holberg

20.06.19
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Ich kann nicht beurteilen, ob der Bericht über das Treffen, dieses in seiner Gänze abbildet. Die Selbstdefinition der Organisatoren als "Bewegungslinke" deutet aber durchaus darauf hin, dass hier Wesentliches fehlt - die Frage der politischen Inhalte. Eine Partei, die z.B. aus oportunistischen oder - schlimmer noch -, weil sie selbst so denkt, im Bundestag eine Resolution unterstützt, die Antizionismus mit Antisemitismus gleichsetzt, die sich also der Solidarität mit den durch den Staat gewordenen Zionismus, Israel, vertriebenen und entrechteten Palästinensern verweigert, kann keine konsequent linke Partei sein (wenn man mal die Idee ausschließt, dass es auch "Linksliberale" im bürgerlichen Lager gibt). Ebensowenig kann eine Partei, die in ihren Reihen Kräfte duldet, die unter den Bedingungen weltweiter imperialistischer Zustände die abstruse Parole von "No Border, no Nation" ausgibt, ernst genommen werden. Außer den im Artikel genannten durchaus wichtigen Problemen, muss unbedingt auch die Frage geklärt werden, wo die inhaltlichen Grenzen für eine Parteimitgliedschaft verlaufen - auch wenn die PdL keine kommunstische Kaderpartei ist und sein will. Sie darf deshalb aber noch lange keine Querfront von Proimperialisten (z.B. antideutschen Israelfans) und Antiimperialisten sein - auch nicht, wenn beide vielleicht einen höheren Mindeslohn fordern.



DIE LINKE. erneuern - 17-06-19 20:58




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