Leserbrief von Hans-Dieter Wege zum Artikel:
'Mitglieder der Saar-LINKEN fordern eine emanzipatorische
und soziale Familienpolitik'


14.05.08
LeserbriefeLeserbriefe 

 

Die Familienpolitik der Linken scheint in eine Richtung zu gehen,
die ich zumindest teilweise für falsch halte.
Man wird wohl die Forderung nach einem Erziehungsgehalt ablehnen.
Selbst die Linke des Saarlandes spricht sich nun auf einmal seltsamerweise dagegen aus.
Ich persönlich halte es für falsch. In meinen Augen stellt man so ausschließlich ALIBI-Forderungen auf und man nimmt in meinen Augen, gerade die Finanzschwachen der Gesellschaft so nicht mit.

All die Millionen Frauen, die heute schon auf der so genannten 400 Euro-Jobbasis, zum Teil sogar nachts arbeiten, werden dadurch überhaupt
nicht bessergestellt und schon gar nicht ihre Kinder.

Es ist wie bei den Forderungen nach Erhöhung der Hartz IV-Regelsätze.
Diese Forderungen passen überhaupt nicht mit den Forderungen der Höhe
der Mindestlöhne nach Vorstellung der Linkspartei  zusammen.
Auch hier würde man nur erreichen, für den Fall das die Regelsätze eines
Tages erhöht werden sollten, das noch mehr Menschen in Hartz IV fallen würden.
Und genau die Kindergrundsicherung wird wie ein nach Kinderzahl festgesetztes Erziehungsgeld wirken, und beides halte ich daher für falsch. Meiner Meinung nach muss man ein einheitliches Erziehungsgeld/Familiengeld  für alle Familien fordern.
War es nicht Che Guevara der sagte:'Man muss das Unmögliche fordern, um das Mögliche möglich zu machen?'*
Kann man so noch von einer Anti-Hartz IV Partei reden?

Anmerkung Redaktion:
*'Seamos realistas, intentemos lo imposible'
(Seien wir realistisch, versuchen wir das Unmögliche)
Che Guevara


VON: HANS-DIETER WEGE






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