Leserbrief von Wolfgang Huste zu "Mut zu sozialen Protesten mit alternativen Konzepten kombinieren"

08.10.09
LeserbriefeLeserbriefe 

 

Ein ausgezeichneter Ansatz- ganz nach meinem Geschmack! In der Tat müssen fortschrittliche (klassenbewußte!) GewerkschafterInnen, der linke Flügel der Partei DIE LINKE und die facettenreiche, außerparlamentarische Linke eng zusammenarbeiten und entsprechende Hndlungsmöglichkeiten, Handlungsperspektiven, für die Menschen aufzeigen - ich favorisiere also die "Drei - Säulen - Strategie". Es sollen möglichst Handungsmöglichkeiten aufgezeigt werden, die auch im "Alltag", vor Ort - also in den Gemeinden, in der jeweiligen Region - umgesetzt werden können und sollen, und die gleichzeitig einen Paradigmacharakter für die Massen aufweisen.

Wichtige und konkrete Ziele könnten sein (zusätzlich zu den altbekannten Forderungen wie "Weg mit Hartz IV" und "Mindestlohn in Höhe von 10 Euro Netto pro Stunde"): 1. ArbeiterInnen übernehmen bei Betriebsschließungen ihren Betrieb in Eigenregie- als deutlich bessere Alternative zur Erwerbslosigkeit,und als Modell für eine demokratische, humane Produktionsweise, die frei ist von künstlichen Hierarchien und der allgemeinen Ausbeutung. 2. Keine Kürzungen im sogenannten "freiwilligen Bereich" der Städte/Gemeinden, insbesondere keine Kürzungen im sozialen und kulturellen Bereich! Kultur- und Sportförderung müssen zu Pflichtaufgaben der Kommunen werden!Zur Finanzierung dieser Aufgaben muss der Anteil der Einkommenssteuer (zur Zeit knapp 25%) zugunsten der Kommunen deutlich erhöht und entsprechend umverteilt werden. Eine Steuersenkung würde die Kommunen noch mehr finanziell ausbluten lassen. Wo gekürzt wird, sollen (fortschrittliche!) Bürgerinitiaven gebildet werden. Die Eigeninitiative der BürgerInnen soll aktiv unterstützt werden- überall! Die Orientierung der BürgerInnen auf eine reine Stellvertreterpolitik ist entpolitisierend und wird daher scharf abgelehnt. Durch eine solche "Fehlorientierung" wird der immer mehr und breiter aufkommende Wunsch auf Widerstand, auf Zivilcourage gegen den allgemeinen Sozialabbau, schon im Keim erstickt. Das darf keinesfalls das Ziel einer klassenbewußten, linken Politik sein! Wir dürfen niemals das "Geschäft" der SPD und anderen rechten Kräften besorgen, die einen Systemwechsel wie der Teufel das Weihwasser meiden. Dem Märchen von der (nicht vorhandenen!) Sozialpartnerschaft stellen wir den Klassenkampf "von unten" entgegen. Ein entsrpechendes Klassenbewußtsein ist durch uns zu fördern- täglich und überall! Wir fordern ein allgemeines Wirtschaftswachstum nur noch im sozialen und in umweltverträglichen Bereichen. Wachstum in der Rüstungsindustrie (zum Beispiel) lehnen wir strikt ab. Alle diese von mir skizzierten Forderungen wirken wie der Stachel im Fleisch des Kapitalismus- und das ist nicht nur gut so, das ist sogar ein "muß"- ein Akt der Notwehr aller Menschen, die Opfer dieses Systems sind! Es sollte unsere Pflicht sein, aktiv und phantasievoll Widerstand zu leisten- jeder nach seinen Möglichkeiten, überall und täglich!  



"Mut zu sozialen Protesten mit alternativen Konzepten kombinieren" - 07-10-09 20:28




<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz