Leserbrief von Levi R. Goldstein zum Artikel über das Schüler/Schulcomic "Andi"

01.02.10
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Naja, ist natürlich schon schade, dass hier im Comic eine eher einseitige Darstellung der linksautonomen Szene vorgenommen wird und auch die theoretische Darstellung vereinfacht und verengt daherkommt.

Aber: es gibt eben auch keine homogene linksautonome Szene, so wie es auch keine vereinheitlichte "linke", "autonome" oder "anarchistische" Theorie gibt. Selbst die unbedingt nötige Debatte über die Anwendung von Gewalt und das staatliche Gewaltmonopol wird leider oft nur unscharf, einseitig und z.T. exklusorisch geführt. Das heisst, spreche ich mich als Autonomer gegen Gewaltanwendung aus, muss ich mir den Vorwurf gefallen lassen, den Staat, das kapitalistische System usw. zu stützen.

Was bleibt?:
- Ich halte diesen Comic für einseitig - und in der Tat einen guten Anstoss zur Diskussion.
- Ich halte es für unbedingt nötig, dass die sog. linke Szene so heterogen bleibt und nicht unter dem Rechtfertigungsdruck nach Vereinheitlichung strebt. Das Ergebnis einer solchen Bewegung stellen die "Grünen" sehr eindrücklich dar.

Gruss,

Levi R. Goldstein 



Andi! Schöner Comic oder politische Indoktrination? - 30-01-10 22:05




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