Leserbrief zu dem Artikel: Köln, Hamburg, Darmstadt, nein heißt nein" vom 2.6.16 von Rheinhold Schramm

05.06.16
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Von Siegfried Buttenmüller

Hier hat sich aber Jemand gründlich übergeben um seine Meinung kund zu tun. Doch was hier zum Vorschein kommt erfordert Protest !

Der Autor geht von „Bürgerlich Humanistischen Frauenrechten" aus, die gegen die „Religionsgefangenen", „abergläubigen", „rückständigen" usw. Banden aus dem „arabisch / afrikanischen" Raum verteidigt werden müssten. Außerdem beschwert er sich das „rassistische Gutmenschen" diese Personengruppe auch noch verteidigen würden.

Laut Presseberichten erklärten Zeugen jedoch, das die Täter in Darmstadt asiatisches aussehen gehabt hätten. Somit können sie aus sehr vielen Kulturkreisen gekommen sein aber das ist noch das wenigste.

Frauenrechte sind nichts „Bürgerlich Humanistisches", sondern wurden von sozialistischen Bewegungen erkämpft. Meilensteine waren hier das Kommunistische Manifest von Marx und Engels und August Bebels Buch : „Die Frau und der Sozialismus" das Massenhaft gelesen wurde und wird. Linke Aktivistinnen wie die Suffragetten in England, Emma Goldmann aus den USA oder Clara Zetkin in Deutschland waren außerdem Vorkämpferinnen für die Rechte der Frauen. Ergebnis war unter Anderem die Durchsetzung des Wahlrechtes für Frauen. Einen weiteren großen Schub für die Frauenrechte brachten die roten 68er Bewegungen. Das Bürgertum und der sogenannte Humanismus haben rein gar nichts für die Rechte der Frauen gebracht. Im römische Reich und auch im Antiken Griechenland waren die Frauen am rechtlosesten und unterdrücktesten in der ganzen Weltgeschichte.

Der „afrikanisch / arabische" Raum war auch keineswegs so rückständig wie der Autor glaubt, zahllose Errungenschaften hat Europa von dort übernommen.

Gewallt gegen Frauen muss unterbunden werden, keine Frage. Aber es ist nicht so das Deutschland heute ein Vorbild bei den Frauenrechten ist, in Wahrheit ist dieses Land eine Drehscheibe des internationalen Frauen und Menschenhandels und hunderttausende Frauen aus allen Kontinenten werden in Bordellen verkauft und ausgebeutet. Auch gegen diese viel größere Dimension der Gewallt gegen Frauen muss man angehen und nicht die angeblich rückständige Kultur oder Religion anderer Länder für Misstände verantwortlich machen. Das gilt auch für Kolonialismus und Faschismus, denn der angebliche „Bürgerliche Humanismus" in Europa hervorgebracht hat.

Andere Meinungen als „rassistisches Gutmenschentum" zu bezeichnen, ist absolut inakzeptabel. Der Autor scheint große Vorurteile zu haben gegen Menschen die eine Andere Weltanschauung als er selbst haben, seien es gläubige Menschen oder „Gutmenschen" oder solche aus dem „arabisch / afrikanischen" Raum.

Dabei ist er selbst auch nur ein Gefangener seines Glaubens. Vor allem fehlt eine objektive und dialektisch / materialistische Denkweise.

Siegfried Buttenmüller









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