Leserbrief und Antwort zu "Offener Brief der "Antikapitalistischen Linken" an den Landesvorstand der Partei DIE LINKE in Bremen"

21.01.08
LeserbriefeLeserbriefe 

 

Liebe Genossin und Genossen,

die Sitzungen des Landesvorstandes sind - außer wenn personelle Fragen behandelt werden - öffentlich. Die Termine werden lange Zeit im voraus bekanntgegeben, so dass jedes interessierte Mitglied teilnehmen kann. Die Gäste können sich zu jeder Frage ausgiebig äußern. Mitglieder können die Protokolle in der Geschäftsstelle einsehen oder sie sich zumailen lassen. Geheimhaltung ist so nicht möglich.

Eine Offenlegung aller Mitglieder-Adressen für den innerparteilichen Informationsaustausch war weder von der Mehrheit der Mitglieder gewollt, noch erlaubt sie das Datenschutzgesetz. Mit Recht erwarten die Mitglieder von ihrem Landesvorstand  Schutz vor Datenbruch.

Das oFFo ist ausdrücklich keine Institution unserer Partei. Deshalb hat der Landesvorstand keine Möglichkeit, Einfluss auf Gestaltung und Inhalte zu nehmen, muss aber - solange DIE LINKE. als Forenname verwendet wird - sowohl politisch als auch rechtlich die Verantwortung dafür tragen. Das war angesichts zahlreicher beleidigender, denunziatorischer und auch sachlich falscher Beiträge nicht länger hinnehmbar.
Es liegt dem Landesvorstand fern, die Kommunikation im oFFo behindern zu wollen, was er auch gar nicht könnte, s.o. Der Landesvorstand sollte jedoch nicht durch unzutreffende Forennamen Beiträgen einzelner eine Bedeutung und Aufmerksamkeit verschaffen, die sie ohne die Überschrift DIE LINKE. nie bekämen, und dann auch noch die Verantwortung für etwaige Folgen tragen müssen.
Hinzukommt, dass auch das geschlossene Forum für viele Nicht-Mitglieder und vor allem auch Pressevertreter/innen zugänglich ist, die möglicherweise dem falschen Eindruck erliegen, dass es sich hier um eine Debatte der LINKEN handelt, während sich dort tatsächlich nur eine kleine Minderheit aus der LINKEN äußert.
Das oFFo ist zum einen ungeeignet, um die innerparteiliche Kommunikation zu fördern, denn ein Drittel der Mitglieder hat - wie wir inzwischen wissen - keinen Internetzugang. Dieses Drittel würde also ausgeschlossen. Zum anderen hat es sich als untaugliches Mittel erwiesen, denn viele Mitglieder werden durch den dort gepflegten Diskussionsstil - belehrend, polemisch, tendenziös und persönlich verletzend -  von der Teilnahme abgeschreckt. So stammt mehr als die Hälfte der 14.363 Beiträge von acht Autoren und einer Autorin. 
 
Die beiden Redakteure unserer Website haben ihre Kompetenzen mit ihrer polemischen  Weihnachtsveröffentlichung auf der von ihnen zu diesem Zweck völlig umgestalteten Startseite überschritten und einen starken Vertrauensbruch begangen.
Die Abschaltung der Website veranlasste ich über den Provider in Berlin, denn es war Eile geboten, um möglichst schnell die weitere Verbreitung des Beitrags zu verhindern. Die Abschaltung dauerte nur wenige Stunden.

Mit solidarischen Grüßen

Antonie Brinkmann, Initiatorin beider Anträge zum oFFo
 


(Kopien an den gleichen Presseverteiler)







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