Leserbrief von Volker Best

26.06.17
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Betrifft: " Was steckt hinter der Russland-Hetze der USA?"

Artikel wie diese machen mich wegen ihres Chauvinismus zum Anarchisten, weil sie Ursache und Wirkung aus ideologischen Gründen ignorieren. Diese Art Einseitigkeit basiert auf einem primitiven Freund-Feind-Schema, welches a priori nicht bereit ist zu differenzieren. Es kennt nur "richtig und falsch", "gut oder schlecht", "Freund oder Feind" und macht somit jeglichen Diskurs und jede eigene Meinung unmöglich. Ein Zeichen der Zeit. Eine Krtik an der Nachkriegspolitik der USA ohne die Bescheibung der stalinistischen Hegemonieansprüche ist wie jede Propaganda, die ohne Feindbilder nicht existieren kann. Wer den Kapitalismus braucht, um die eigene Weltanschaung als die bessere Lösung darzustellen, bestätigt das herrschende System und gibt ihm jene Macht, die zu bekämpfen sie vorgibt. Wer sich solcherart abhängig macht ist kein freier Denker. Zur Verdeutlichung nur eine Frage: Was hat das Putin-Regime mit Toleranz, libertärer Gesellschaft und Sozialismus zu tun? Die Antwort: Lieber in den USA schwul sein als in Russland lesbisch. Wenn "Links-Sein" bedeutet, sich zwischen hegemonialen Mächten,religiösem Größenwahn oder faschistoiden Allmachtsphantasien zu verorten, wo bleibt dann die Freiheit des Geistes? Identität gründet sich nicht auf systematische Abgrenzung, sondern auf den Mut zu zweifeln; auch auf die Gefahr hin, nicht immer sofort eine Antwort zu finden.Wer sich im Kampf gegen die Verhältnisse aufreibt, hat keine Kraft für den Aufbau einer besseren Welt. Es lebe die Freiheit! Es lebe die Anarchie!



Was steckt hinter der Russland-Hetze der USA? - 24-06-17 20:58




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