Leserbrief von A. Holberg

11.01.17
LeserbriefeLeserbriefe 

 

betr.: Einige Thesen zur Debatte um Sahra Wagenknecht
10.01.17 Von Max Brym

Nachdem es ja üblich ist, Leserbriefe nur dann zu schreiben, wenn einem was nicht gefällt, möchte ich hier eine Ausnahme machen. Diesen Beitrag von Max Brym möchte ich ausdrücklich empfehlen.
Ich erlaube mir nur eine kleine Bemerkung betreffs eines in diesem Zusammenhang recht nebensächlichen Punktes. Ich halte es nicht für zutreffend, die ganze "Flüchtlingsproblematik" auf das Wirken des Imperialismus zurückzuführen. Unterschiedlich angenehme Lebensverhältnisse gab es weltweit schon immer, und ein wesentlicher Grund war die unterschiedliche Verteilung von Ressourcen auf der Welt. Das waren wesentliche Gründe für alle Völkerwanderungen. So zogen die Germanen aus ihren nördlichen Nebelwäldern vorzugsmäßig in den wesentlich angehmeren Mittelmeerraum, während die Römer etwa im Wesentlichen nur Soldaten in den Norden schickten. Überdies kann man wohl nicht leugnen, ass die europäische koloniale Expansion die Kolonialmächte nicht nur reicher gemacht hat, sondern ihren zu Beginn der "Neuzeit" bereits bestehenden relativen sozio-ökonomischen und kulturellen Vorsprung zur Voraussetzung hatte. Der moderne Imperialismus mit seinen Verkehrswegen und Informationsquellen hat natürlich die Migration in einer Art und Weise möglich gemacht wie das noch vor einem knappen Jahrhundert kaum denkbar gewesen wäre.



Einige Thesen zur Debatte um Sahra Wagenknecht - 10-01-17 20:56




<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz