Leserbrief von A. Holberg

18.07.18
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ROG: UN müssen Journalisten in Südwestsyrien aus Lebensgefahr retten

 

Es gibt keinen Grund, davon auszugehen, dass das syrische Regime oder irgendein anderes der Region als feindlich betrachtete Journalisten oder überhaupt Oppositionelle mit Samthandschuhen anfasse. Dennoch fällt bei dem hier wiedergegebenen Aufruf von "Reporter ohne Grenzen"(ROG) auf, dass die Darstellung recht einseitig ist. Vorweg: "Journalist" ist noch nicht per se eine moralisch besonders ehrenwerte Tätigkeit. Wäre dem so, müssten wir z.B. alle unsere Hüte vor den "KollegInnen" nicht nur der "Bild Zeitung", sondern sogar solcher der britischen "Sun" oder in früheren Zeiten des "Völkischen Beobachters" ziehen. In dem Aufruf der NGO "ROG" fällt auf, dass betont wird, dass alle diese hier angesprochen Journalisten im SW Syriens, die im Falle, dass sie den Regimekräften in die Hände fallen, um ihr physischen Wohl bangen, sich "kritisch" zum Regime geäußert hätten. Was aber weitestgehend fehlt, sind Hinweise darauf, wie ihre Haltung zur "Opposition" war und ist. So ist es ja durchaus unbestreitbar, dass auch die verschiedenen (sich bisweilen untereinander bis auf's Blut bekämpfenden) jihadistischen Milizen Propaganda betreiben und also auf die Tätigkeit von im weitesten Sinn als "Jounalisten" zu bezeichnenden  "Aktivisten" zurückgreifen. Meine Frage nun wäre diese: hat das syrische oder irgendein anderes Regime Anlass, solche Leute in erster Linie als "ehrenwerte Jounalisten" zu betrachten oder sind sie nicht in erster Linie Aktivisten von irgendwelchen Halbsabschneider-Organisationen/Milizen vom "Islamischen Staat" über "Al Qa'ida" (unabhängig von deren aktuellem Tarnnamen) bis hin zu manchen Gruppierungen wie jenen, die z.B. aktuell unter der Leitung des NATO-Staates Türkei in Afrin wüten?



ROG: UN müssen Journalisten in Südwestsyrien aus Lebensgefahr retten - 17-07-18 20:39




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