Leserbrief von A. Holberg

13.09.18
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Das Denken und Fühlen des durchschnittlichen Menschen ist bekanntlich überaus widersprüchlich. Was sagt es also über das eines AfD-Mitglieds aus, wenn er sich in einer Initiative anmeldet, die von Führungsmitgliedern der "Partei die Linke" oder auch nur prominenten SPDlern und "Grünen" angeführt wird, im Falle von Sahra Wagenknecht gar von einem früheren Mitglied der "Kommunistischen Plattform der PdL"? Ein AfD-affiner Bekannter aus Polen, der mir auf Anfrage hin auch mitteilte, dass das "sozialistische" Polen in jeder Hinsicht besser war als das, was danach gekommen ist, schrieb "Sahra Wagenknecht ist gut, nur in der falschen Partei".

Falls es sich hier nicht um eine gezielte Unterwanderung seitens der AfD handelt, kann zumindest davon ausgegangen werden, dass wir es hier mit einem - wenngleich ziemlich konfusen - Menschen zu tun haben, dem  "das ganze System stinkt". Genau das ist aber eine zentrale Voraussetzung dafür, dass eine Bewegung wie "aufstehen" Schlagkraft gewinnt. Darauf aus rein formalistischen Gründen zu verzichten, scheint mir wenig hilfreich zu sein. Ich entsinne mich an alte Zeiten, in denen die DKP dafür warb, auch mit Christen zusammenzuarbeiten. Mitglied der Partei konnten sie natürlich nicht werden, weil diese sich als marxistisch und also atheistisch definierte. "Aufstehen" aber ist keine Partei.



„aufstehen“: Gemeinsam mit AfD - Mitgliedern? - 12-09-18 20:58




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