Leserbrief von A. Holberg

09.03.19
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Sowohl die Stellungsnahme der AKL zum jüngsten PDL-Parteitag als auch die der "Kommunistischen Plattform" konstatiert - zweifellos zu recht - die Fortführung eines seit langem anhaltenden Rechtstrends innerhalb und der PDL. Ich habe nur zwei Fragen: 1. was tut der linke Flügel dagegen, und 2. wann ist für ihn der Zeitpunkt gekommen, Konsequenzen und welche zu ziehen?

Bekannterweise gibt es zwei - scheinbar widersprüchliche - Wege in die politische Bedeutungslosigkeit: a) den "linksradikalen", der die erkannten vermeintlichen theoretischen Wahrheiten über Alles stellt und so ins Sektierertum abgleitet. In der Gegenwart zeigt sich der z.B. im Festhalten an der Parole "Offene Grenzen für Alle", eine Parole, die sehr wohl wahr ist für die staatenlose kommunistische Gesellschaft, aber völlig realitätsfremd für die Gegenwart. Im englischen Sprachbereich gibt es für diese Sorte von "Linksradikalen" deshalb den schönen Ausdruck "the lunatic left". Es muss allerdings angemerkt werden, dass diese Fraktion politisch relativ ungefährlich ist, da sie ohnehin einflusslos bleibt. Die gefährliche Variante ist deshalb die Fraktion der Linken, die sich - und sei es "nur" aus Angst vor dem Sektierertum - dem rechten Flügel unterwirft und so - bestenfalls von der Seite maulend - der Integration der Linken ins bestehende kapitalistische System und seiner mehr oder weniger realen "Demokratie" keinen realen Widerstand mehr leistet - und den ganzen Verein für alle, die dort nicht ihren Lebensunterhalt verdienen, überflüssig macht. Das Beispiel der SPD oder in Italien von Renzis DP und in Frankreich der PS mahnen.



AUCH NACH DREIMALIGEM BESCHLUSS: DIE EU IST KEIN LINKES PROJEKT - 08-03-19 20:56




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