Leserbrief zum Atomlager Fessenheim

06.06.20
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Von Siegfried Buttenmüller

Leserbrief zum Artikel:

Drei Freiburger Initiativen fordern robustes Trockenlager nach der Schließung des AKW Fessenheim

 

Liebe Genossinnen und Genossen,

die Aktivisten und die Menschen vor Ort wollen mit großer Mehrheit natürlich kein Lager für Atommüll auf dem Gelände des abschaltenden AKW Fessenheim sondern die komplette Räumung und Beseitigung der Atomanlage. 

Axel Mayer hat seine Erklärung leider nicht mit den Aktivisten vor Ort abgesprochen und setzt sich nun gegen ihren Willen und über sie hinweg für die weitere Lagerung des Atommülles in Fessenheim ein. 

Ich schließe mich der öffentlichen und unten stehenden Erklärung von Gustav Rosa als Organisator der Montagsmahnwache Breisach bei Fessenheim, also neben anderen genannten Gruppen die eigentlichen und wöchentlichen Aktivisten vor Ort, voll an. 

Mit solidarischen Grüßen


AKW FESSENHEIM
"Die Forderung ist kontraproduktiv"
Zu "Aktivisten wollen Atom-Lager" in der BZ-Ausgabe vom 27. April:
Es ist gut, dass die Badische Zeitung das Thema Akw Fessenheim wieder aufgreift. Die darin aufgeführten Sicherheitsmängel und die Gefahren, die von den bestehenden Abklingbecken ausgehen, sind schon lange bekannt und werden uns auch noch über Jahre beschäftigen. Weniger gut und für den anstehenden Abschaltprozess eher kontraproduktiv ist die Forderung nach einer neuen Lagerhalle. Die vom Umweltministerium Stuttgart geäußerten Bedenken haben durchaus ihre Berechtigung. Abgesehen davon, dass solche Forderungen völlig illusorisch sein dürften, belasten sie zusätzlich die ohnehin schon angespannte Situation im Elsass. Das wollen weder die Lokalpolitiker noch der Großteil der Atomkraftgegner von beiden Seiten des Rheins.

Bei allem Respekt für die bisherigen Verdienste ehemaliger Bundestagsabgeordnete: Sie vertreten schon lange nicht mehr die Atomkraftgegner. Neben den Umweltverbänden (Greenpeace, BUND, Nabu, Tras) und dem Aktionsbündnis "Fessenheim stilllegen. Jetzt!" aus dem Markgräflerland sind dies die Mahnwachen in Breisach und Endingen, der Verein "Fukushima nie vergessen" in Freiburg sowie "stop fessenheim alsace" und die "Citoyens Vigilantes" aus dem Elsass, um nur die wichtigsten zu nennen. Alle Gruppen distanzieren sich entschieden von solchen Forderungen und hoffen, dass die Ministerien in Stuttgart und Berlin die wirtschaftliche Entwicklung in der Region nach der "Ära Fessenheim" besonnen und in enger Kooperation mit den französischen Nachbarn begleiten und mitgestalten.Gustav Rosa, Breisach

Ressort: Leserbriefe Breisgau

  • Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der BZ vom Do, 07. Mai 2020:
  •  Zeitungsartikel im Zeitungslayout: PDF-Version herunterladen






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