1968, Maybritt Illner und das EinAugFernsehen

19.04.08
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Von Dieter Braeg

Das ZDF das Fernsehen, das den geistig Einäugigen unterhält, hat mit Maybrit Illner, die ihr Abitur an der Friedrich Engels Oberschule ablegte und von 1984 bis 1988 Journalistik an der Karl Marx Universität in Leipzig studiert und 1986 in die SED eintrat, zur Chefin einer wöchentlichen Schwatzrunde gemacht. Die Welt des Kapitals samt seiner Unterdrückungsmechnismen, das ist jetzt ihre Welt in dieser ist sie Mitglied. Geht ja auch, wenn man 1989 aus der SED wieder austrat.
"Befreier oder Zerstörer?" - das war die Frage die man sich für Donnerstag den 17. April stellte. Beantwortet und diskutiert werden sollte sie mit dem Fraktionsvorsitzenden der Union Volker Kauder, dem Theaterregisseur Claus Peymann, dem Historiker und 68er Veteranen Götz Aly, der ehemaligen Grünenvorsitzenden Jutta Ditfurth, der Autorin Bettina Röhl, die ein Buch über ihre Mutter Ulrike Meinhof geschrieben hat und dem Moderator Heiner Bremer, der 1968 bei den Jungdemokraten aktiv war. Was in dieser Runde die Tochter von Ulkrike Meinhof Bettina Röhl zu suchen hatte mag verstehen wer will, diese Frau braucht Hilfe um ihre Seelenkrankheiten zu kurieren. Aber die hatten  ich und Millionen andere Kinder auch, deren Eltern oder Elternteile  ihr Leben als Nazis während der Nazidiktatur verloren und uns zurückließen, ohne auch nur eine Frage beantwortet zu haben. Auch Herr Götz Aly, der seine Meinung zu den  Achtundsechzigern in einem Buch mit dem Titel "Unser Kampf" beschreibt,  bräuchte einen anderen Titel "Mein Kampf und was daraus wurde" - aber das hat er nicht geschrieben, der Historiker, der dem III. reich sozial sozialistische Züge abringt, wo immer es geht und es die Arbeitsfront erlaubt.
Das sich Jutta Ditfurth und Claus Peymann in diesem Gesprächszirkel verloren haben, bleibt mir ein Rätsel. Wollten sie dem Publikum das glaubt man sähe mit einem Auge besser, reinen Wein einschenken -  in ein Sieb?  Die Sehschwäche der Moderatorin wurde begleitet von abenteuerlichen  Deutungen des Herrn Kauder,  dem es nicht peinlich war, sich von Frau Röhl deren Stimme den Trompeten von Jericho gleicht, ab und an helfen zu lassen. Heiner Bremer gab sich so wie immer - scheißliberal! Das wäre es und weil das am Donnerstag alles so schön war, hier ein Text der vielleicht ein wenig besser beschreibt, warum es 1968 gab und bald wieder geben wird:
"Erklärung des Kuratoriums
NOTSTAND DER DEMOKRATIE (1966)
zum Kongreß am 30. Oktober 1966 in Frankfurt/Main
Ernste Gefahren bedrohen die zweite deutsche Demokratie.
Nach zahlreichen Eingriffen in die Substanz unserer Verfassung sollen nun unter dem Vorwand der Vorsorge und unter Ausnutzung des berechtigten Sicherheitsstrebens der Bevölkerung durch Gesetz die staatsbürgerlichen und zivilen Freiheiten verstümmelt werden. Man will auf "legalern Wege" ein diktatorisches Befehlssystem vorbereiten. Eine Staatsführung, die wiederholt ihre Mißachtung des Grundgesetzes bekundet hat, will das ganze Volk zu einem Kartell der Angst zusammenschweißen.
Gegen die klaren Bestimmungen unseres freiheitlichen Grundgesetzes hat die Mehrheit des Bundestages bereits Notstandsgesetze beschlossen, welche die Masse der Bevölkerung militarisieren und schweren Lasten unterwerfen. Geheimgehaltene Notverordnungen sind von der Bundesregierung bereits an die Länder- und Gemeindebehörden verteilt worden. Während die großen Mächte sich um Entspannung in Europa bemühen, proben Parlamentarier unseres Landes Atomkrieg und Notstand. Den wahren Zweck der Notstandspläne hat in ungenierter Offenheit der für den Schutz der Verfassung zuständige Bundesinnenminister enthüllt: Der Staat müsse für den Augenblick gerüstet werden, in dem die "Sonne der Konjunktur" nicht mehr scheine. Unter dem Vorwand der Vorbereitung auf den äußeren Notstand werden die Bedingungen der Diktatur geschaffen.
Wir erheben Protest gegen diese Abwertung der Demokratie zur Luxusverfassung einer Wohlstandsgesellschaft. Artikel 79 Absatz 3 des Grundgesetzes verbietet jede Verfassungsänderung, die Demokratie und Freiheit gefährdet. Gegen die Notstandspläne der Bundesregierung rufen wir den
NOTSTAND DER DEMOKRATIE
aus.
Der Kongreß NOTSTAND DER DEMOKRATIE hat die wachsenden Widerstandskräfte aus der Wissenschaft, der Intelligenz, den Gewerkschaften und besonders der jungen Generation ungeachtet sonstiger politischer Meinungsverschiedenheiten zu gemeinsamem Handeln zusammengeführt.
Wir rufen alle demokratisch und rechtsstaatlich gesinnten Bürger der Bundesrepublik auf, die Opposition gegen die Notstandsgesetze aktiv zu unterstützen.
Es gilt, in den kommenden Wochen und Monaten die Aufklärungsarbeit
zu verstärken und den allgemeinen Widerstand gegen die Notstandsvorhaben weithin sichtbar zu machen.Wir fordern Presse und Rundfunk auf, eingedenk ihrer hohen öffentlichen Aufgabe über die Notstandsvorhaben und ihre Auswirkungen umfassend zu berichten.
Wir erinnern die Abgeordneten des Deutschen Bundestages daran, daß sie vor ihren Wählern für die Wahrnehmung des ihnen anvertrauten Mandats im Geiste des Grundgesetzes verantwortlich sind, und an das Ermächtigungsgesetz vom März 1933, das den Untergang der ersten deutschen Republik endgültig besiegelt hat.
Die Beamten, Angestellten und Arbeiter des öffentlichen Dienstes erinnern wir an ihren Eid auf das Grundgesetz und die freiheitlich-demokratische Grundordnung, der ihnen die Teilnahme an verfassungswidrigen Maßnahmen verbietet.
Wir fordern: Beseitigung der wirklichen Notstände in der Außen-, Wirtschafts-, Sozial- und Bildungspolitik!
Wir fordern: Keine Verfassungsänderung! Festhalten am Grundgesetz!
Rückkehr zu verfassungsmäßigen Zuständen!
Das heißt: Aufhebung der schon erlassenen Notstandsgesetze, Rücknahme der weiteren Gesetzesvorlagen und der Schubladenverordnungen,
Schluß mit der Erprobung der Diktatur in Kriegsspielen!
Die Aushöhlung der zweiten deutschen Demokratie droht unsere Freiheit zu vernichten, die Existenzgrundlage von Arbeitern, Angestellten und Intellektuellen zu zerstören und den Frieden der Welt aufs Spiel zu setzen.
Wir appellieren an die Urteilsfähigkeit, die Besonnenheit und die demokratische Gesinnung unseres Volkes, an seine Treue zur Verfassung!"

Freuen wir uns über weitere Beweise, dass aus der Einäugigkeit bald eine Blindheit wird und das öffentlich rechte Fernsehen ein ganz rechtes wird und Blut und Boden spuckt!
Ach ja, da könnte man diskutieren wie lange es noch dauert bis sich eine Rote Armen Fraktion gründet. Nicht um den Anfängen zu wehren, eher dem Endsieg!

Dieter Braeg







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