Glosse: Lokus auf Raumstation ISS ausgefallen

28.05.08
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Druck bei Astro und Kosmonauten wächst minütlich

Von Claude Michael Jung

Medienberichten zufolge hat der einzige Lokus auf der internationalen Raumstation ISS seinen Dienst quittiert. Ob es sich um eine normale Verstopfung handelt ist derzeit noch unklar. Der russische Abtritt des Modells „Taigadonner" wird seit sieben Jahren von Astronauten und Kosmonauten gemeinsam genutzt und hat bisher erst einmal seinen Dienst versagt. Damals konnte das Problem mit Bordmitteln behoben werden. Der US Astronaut Scott Pupser sprengte nach dem Genuss einer mexikanischen Bohnensuppe, mit einem phänomenalen Abgang eines heißen Magenwindes, den Auspuff der Raumstation wieder frei und erlöste die Besatzung von ihren drückenden Problemen. Wer das Malheur an Bord verursacht hat ist ebenfalls noch unklar.

Hilfe für den orbitalen Abort ist kurzfristig kaum möglich. Die Toilette im russischen Teil der Raumstation "Swesda" (Stern) muss bis auf Weiteres geschlossen bleiben, um eine Überflutung der internationalen Raumstation ISS zu verhindern. Zumindest in den USA stehe derzeit kein Klempner zur Verfügung, der über ausreichende Erfahrung im Handling von Lokusschüsseln in der Schwerelosigkeit verfüge, teilt die Nasa mit. Ein russischer Lokusexperte warnte derweil über Radio Moskau, die russischen Kosmonauten an Bord der ISS, keinesfalls das Problem mit Hülsenfrüchten lösen zu wollen. Dies könne zu einer Explosion des orbitalen Abtritts führen und die Sonnensegel der Raumstation nachhaltig durch die Zerstäubung des Toiletteninhalts außer Funktion setzten.

Eine große deutsche Drogeriemarktkette meldet, das Problem im All mit Hilfe ihres neuartigen Rohrreinigers „Lokusfaust" in den Griff kriegen zu können. Man wolle die Befreiung des einzigen stillen Örtchens zwischen Erde, Mond, Mars und Jupiter nicht auf die lange Bank schieben und einige Kisten der bewährten Chemiekeule mit einem russischen Raumfrachter zur ISS transportieren. Hierzu benötige man lediglich noch die Exportgenehmigung für die brisante Chemiewaffe, so ein Unternehmenssprecher.

Während die europäische Raumfahrtagentur ESA kurzfristig ein, bereits in der Schwerelosigkeit getestetes Dixiklo an die Raumstation andocken will, meldet das chinesische Staatsfernsehen den Start einer Taikonautencrew zur Erlösung der ISS Besatzung. Die Taikonauten führen an Bord ihres Raumschiffs den bewährten Unterdruck – Abwasser-Tank „Lange Sitzung" mit, der den Fäkalstau auf der ISS abbauen soll. Wie es heißt soll der Unterdruck-Tank „Lange Sitzung" nach seiner Befüllung in eine Erdumlaufbahn geschossen werden und dort verglühen. Das Ereignis kann zur Eröffnung der Olympischen Spiele in Peking am achten August mit bloßem Auge von der Erde aus beobachtet werden.







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