7. Juni 08, Protestkundegebungen in Berlin und Köln: boesner bosse boese?

05.06.08
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Demokratie auch für ArbeiterInnen!

Samstag, 7. Juni 2008 / 11-12 Uhr

Boesner-Filiale Berlin-Prenzlauer Berg, Marienburgerstr. 16 / Berlin-Prenzlauer Berg

(Straßenbahnlinie M4 von dem S-Bhf. Alexanderplatz oder S-Bhf. GreifswalderStr. bis zur Station Hufelandstraße. Starßenbahnlinie M2 vom S+U Alexanderplatz/ Dircksenstraße oder S-Bhf.Prenzlauer Allee bis zur Station Marienburgerstraße.)

Der Künstlerbedarf Boesner präsentiert sich gern als humanistisches, weltoffenes Unternehmen. Die Realität sieht allerdings auch bei dieser Holding, zumindest was die Rechte der Beschäftigten angeht, anders aus.

Interessenvertretung unerwünscht

Im Januar 2008 verhinderte die Geschäftsführung der Kölner Boesner-Filiale den Versuch einer Betriebsratsgründung mittels Drohungen (Einführung der Samstagsarbeit, Streichung des Weihnachtsgeldes, Streichung des kostenlosen Mittagsessens...) und persönlichen Einschüchterungen. Mit diesem Erfolg im Rücken macht sie sich nun daran, das damalige Drohszenario in die Realität umzusetzen.

Mehrarbeit für Lau

In einem ersten Schritt wurde die Samstagsarbeit eingeführt. Was auf den ersten Blick, gerade im Einzelhandel, als eine normale Entwicklung erscheinen mag, bedeutet für die Belegschaft eine Erhöhung des Arbeitsdrucks. Neueinstellungen, die die Mehrarbeit auffangen könnten, sind bislang nicht vorgesehen. Die KollegInnen werden einfach noch mehr rennen müssen. Auch Wochenendzuschläge wird es nicht geben.

Protest und Solidarität

Die Kolleginnen und Kollegen in Köln wehren sich dagegen und protestieren am Samstag, den 7. Juni, mit einem Aktionstag vor der Kölner Filiale. Wir solidarisieren uns mit ihnen und rufen zu einer Soli-Protestkundgebung am selben Tag vor der Boesner-Filiale in Berlin-Prenzlauer-Berg, von 11.00 bis 12. 00 Uhr auf.

Expansion auf Kosten der Belegschaft

Es ist kein Zufall, was gerade in Köln passiert. Über eine Holding versucht Boesner derzeit offenbar, sein Geschäft umzugestalten und weiter zu expandieren. In einer solchen Situation der verschärften Profitmaximierung braucht es keiner hellseherischen Kräfte, um sich auszurechnen, auf wessen Kosten das ganze gehen wird. Eben deshalb ist es gerade jetzt wichtig, die Standards zu halten und das Recht der Beschäftigten, ihre Interessen zu vertreten und sich ohne Einschränkungen zu organisieren, zu verteidigen.

Was tun?

Wir werden auch weiterhin die Belegschaft bei Boesner unterstützen und fordern alle Beschäftigten auf, mit einer der beteiligten Gewerkschaften (FAU oder IWW) Kontakt aufzunehmen und direkt mit den Kolleginnen und Kollegen in Köln in Verbindung zu treten. Die IWW Köln ruft zudem alle Kundinnen und Kunden dazu auf, sich bei Boesner über die Praktiken in der

Kölner Filiale zu beschweren:

Boesner GmbH Holding

Gewerkenstraße 2 / 58456 Witten

Tel: 02302-973 11-10

Fax: 02302-973 11-33

koeln@boesner.com  / kontakt@boesner.com

(Kopie an: boesner@wobblies )

 

Freie ArbeiterInnen-Union [FAU-IAA]

Lokalföderation Berlin / www.fau.org

Industrial Workers of the World [IWW]

Ortsgruppe Berlin / www.wobblies.de







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