Kapitalismus (nicht nur) in China: Für den Profit der Reichen - geht auch die Milchmafia über Leichen!

21.09.08
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Kapitalistische Milch- und Profitmafia schlägt zu: Preissteigerung ausländischen Milchpulvers nach Milchpanscherei!

Von Reinhold Schramm

Das Handelsministerium Chinas meldete am 19. September 2008:
Während bereits bis gestern das Milchpulver der betroffenen Hersteller vom chinesischen Markt zurückgezogen war, ist der Preis des "sauberen Milchpulvers" gestiegen, bis zu 15 Prozent.
Trockenmilch von Mead Johnson, einer Marke für Babynahrung aus den USA, stieg um 33 Yuan pro 900-Gramm, auf 238 Yuan im Verkaufspreis. Der Preis für andere Produktionsserien wurde auch erhöht, bzw. befindet sich in "Evaluation" für eine (mögliche) Preissteigerung. 
Laut Selbstauskunft von Mead Johnson habe der Preisanstieg nichts mit dem aktuellen Skandal zu tun, und der Grund liege im "neuen Konzept ihres Produktes". Die Eltern und Konsumenten der Milchprodukte bezeichnen die plötzliche Preissteigerung als Spekulation und sorgen sich um steigende Ausgaben.
Der US-Preistreiber, Mead Johnson, war wegen der Verseuchung mit Metallpulver im Februar 2006 in den USA selbst in einen Skandal verwickelt. Das Produkt von Mead Johnson führte zu Krankheiten an Atmungsorganen der Kinder. [1]

Weiterhin meldete das Handelsministerium am 19.09.2008:
"Melamin verseuchtes Speiseeis in Hong Kong gefunden" - und: 
"Der Verkauf sämtlicher Speiseeis-Produkte von Yili, einem führenden Milchproduktehersteller auf dem chinesischen Festland, wurde in Hong Kong eingestellt. Die Aktie des Unternehmens fiel am Shanghaier Aktienmarkt unter die 10-Prozent-Marke."

Die Substanz, Melamin, führt bei Einnahme zu Fruchtbarkeitsstörungen, Blasen und/oder Nierensteinen. Melamin "wurde in 69 Sorten von Babymilchpulver entdeckt, das von 22 verschiedenen Molkereiunternehmen hergestellt wurde", so die Quellenauskunft.
Bis Freitag, 8.00 Uhr morgens, waren offiziell 6244 Säuglinge erkrankt. Unter den offiziellen Opfern befanden sich 4.917 Babys in stabilem Zustand und "1.327 Säuglinge zur weiteren Beobachtung in Krankenhäusern" - und offiziell - "Vierundneunzig Babys, die ernst erkrankt waren, haben sich bereits erholt, und einige von ihnen sind aus dem Krankenhaus entlassen worden."
Eine 'Untersuchung' ergab, dass "20 Prozent aller untersuchten Firmen" verseuchte Milch produziert hatten.

Das Handelsministerium verweist auf einen ähnlichen Fall:
Der Milchpulverskandal "vor vier Jahren in Fuyang in der Provinz Anhui. Mindestens 13 Babys starben damals nach Einnahme von künstlichem Milchpulver, das keinerlei Nährstoffe beinhaltete."

Der Melamin-Milchpulverproduzent Sanlu hatte in China einen Marktanteil von "18,3 Prozent des Verkaufs im Jahr 2007" - und - "43 Prozent des Unternehmens sind im Besitz des neuseeländischen Molkereigiganten Fonterra." - In Folge des Verbrechens, des Konzerns Sanlu Group, haben zahlreiche Kinder nach der Einnahme der verseuchten Milch Nierensteine entwickelt. [2] (Auch weitere gesundheitliche Spätfolgen sind unausweichlich!- R.S.).

Der Bürgermeister von Shijiazhuang, Ji Chuntang, am Firmensitz der Firma Sanlu, wurde entlassen und seiner Ämter enthoben. - Der Aufsichtsratsvorsitzende und Generaldirektor, Tian Wenhua, wurde inhaftiert. [2]

Quellenverweis:
[1] Zur Information des Handelsministerium, im Wortlaut:
http://german.mofcom.gov.cn/aarticle/nachrichten/200809/20080905789800.html
[2] Siehe auch hierzu im Internet, im vollständigen Wortlaut:
http://german.mofcom.gov.cn/aarticle/nachrichten/200809/20080905789623.html







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