Saar SPD jetzt mit neuer Sitcom

04.09.08
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Es mangelt nicht an Situationskomik, Gags, Pointen und komischen Momenten bei der SPD im Saarland

Von Claude Michael Jung

Der Landesvorstand der SPD hat am vergangenen Mittwoch Abend auf seiner turnusgemäßen Prunk und Kapppenssitzung beschlossen, ein Parteiordnungsverfahren gegen den Saarbrücker Verleger Charly Lehnert mit dem Ziel einzuleiten, Lehnert aus dem Karnevalsverein der Sozis auszuschliessen. Als Sofortmaßnahme beschloss der Landesvorstand, dass Lehnerts Mitgliedsrechte in der SPD ab sofort für drei Monate ruhen. Das Urteil des Narrengerichts fiel ohne Gegenstimme, wohl um zu verhindern, dass der Elferrat sich nicht gegenseitig mit Parteiausschlussverfahren behämmert.

Der neuesten „Zehn kleine Sozilein“-Sitcom vorausgegangen war, dass der Verleger Charly Lehnert, als SPD Mitglied, den Auftrag angenommen hatte, den Landtagswahlkampf der Linken im kommenden Herbst mit seiner Agentur zu organisieren. Dies war von den SPD-Tollitäten zuerst auch akzeptiert worden. Dann aber wurden die Saar-Sozis vom Lemmes gepickt (saarländischer Begriff für bescheuert/durchgeknallt). Angesteckt von der Lemmesphobie des SPD Landesschandmännchens Heiko Maas beschlossen die Schwellköppe daraufhin, den Saar-Sozenverein weiter schrumpfen zu lassen.

Unterdessen sagte Charly Lehnert gegenüber dem Saarländischen Rundfunk (SR), er werde die Entscheidung des SPD-Landesvorstandes akzeptieren. Erstaunt über das einstimmige Votum des Landesvorstands seiner Partei konstatierte Lehnert, ebenfalls im SR, er werde nach einem Rauswurf parteilos bleiben.

Die Saar-Comedyshow der Sozis ist damit jedoch nicht abgeschlossen. Noch beißen die von allen guten Geistern verlassenen Sozis wild um sich, ohne die Situation zu erkennen, dass es im Saarland ohne die Linken keinen Blumentopf für die Politclowns der SPD zu gewinnen gibt.

Bereits im kommenden Frühjahr, wenn es um den Posten des Saarbrücker Regionalverbandspräsidenten geht, den die Sozis mit allen Mitteln besetzen wollen, werden sie die angebotenen Krücken der Linken ergreifen müssen, damit ihr Kandidat sich die Treppen zu seinem Amtssitz im Saarbrücker Schloss hinaufschleppen kann. Wehe, wenn dann der parteilose Charly Lehnert an diesen Krücken herumsägt und mit sogenannten Lachkonserven unterlegt, dem SPD-Komiker den Sprung ins Saarbrücker Schloss vermiest.

Es mangelt also nicht an Situationskomik, Gags, Pointen und komischen Momenten bei der SPD im Saarland. Allemal haben auch die Saar Sozis das Recht, sich ähnlich wie die Bundespartei dem Volk mit Sketchen zu präsentieren.

So wurde denn, ebenfalls am vergangenen Mittwoch Abend von den sogenannten Führungsgremien der Saar-SPD (Landesvorstand und Landtagsfraktion) große Übereinstimmung erzielt, dass eine Wahl von Oskar Lafontaine als Ministerpräsident für die nächste Landesregierung im Saarland ausgeschlossen wird. Warten wir es mal ab. Bis dahin Tusch und Narrhallamarsch.







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