Sozialistische Deutsche Arbeiterjugend [SDAJ] fordert: Kriegsverbrechen stoppen – Bundeswehreinsätze beenden

05.09.08
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Fast täglich kommen Nachrichten über tote Zivilisten und Besatzungssoldaten aus Afghanistan. Der Widerstand gegen die imperialistische Besatzung findet immer größeren Zulauf. Die einzige Antwort der Bundesregierung ist eine immer tiefere Verstrickung der Bundeswehr in den blutigen Krieg. Die SDAJ fordert mit der Friedensbewegung den sofortigen Abzug aller NATO-Soldaten aus Afghanistan.

Quasi als deutschen Beitrag zum Antikriegstag haben Bundeswehrsoldaten an einer Straßensperre der Besatzungsarmee zwei Kinder und eine Frau erschossen. Nur wenige Tage zuvor war die Ermordung eines unbewaffneten Schäfers durch Bundeswehrsoldaten bekannt geworden.

Diese Vorfälle zeigen die brennende Aktualität der Aktionen der Antikriegsbewegung am 1. September und der Großdemonstrationen gegen die Ausweitung und Verlängerung des Afghanistan-Einsatzes der Bundeswehr am 20. September in Berlin und Stuttgart.

Allein im Jahr 2007 starben über 8000 afghanische Zivilisten im Rahmen von ISAF (UNO) und OEF (NATO) Einsätzen. Dass diese Bedrohung kaum die Liebe zu den „Befreiern" steigert, kann nicht überraschen. Der Krieg in Afghanistan eskaliert zusehends. Die logische Konsequenz wäre: Die Bundeswehr muss raus. Stattdessen drängelt sich die Bundeswehr noch tiefer in den Dreck:

Spätestens seit Bundeswehr-Tornados die Dörfer ausspähen , die anschließend durch OEF-Truppen bombardiert werden und die Quick Reaction Force offensive Kriegsaktionen durchführt, befindet sich die Bundeswehr mittendrin im schmutzigen Krieg. Und ob es nur bei der Datenübermittlung bleibt, ist sehr zweifelhaft: Tornados werden nicht zum Foto schießen gebaut. Aber selbst wenn es dabei bliebe: Es hat den Tod zahlreicher Zivilisten zur Folge – beim jüngsten Massaker der US-Truppen starben in der vergangenen Woche 90 Menschen - ein Kriegsverbrechen.

Aber auch die wachsende Zahl eigener Verluste und das Anwachsen des Widerstands führen nicht zu einem Umdenken in Berlin – im Gegenteil. Eine Niederlage im Afghanistan-Krieg würde sowohl für die Großmachtpläne der BRD als auch für die NATO einen drastischen Rückschlag bedeuten. Deshalb sollen im Herbst rund 1.000 zusätzliche Bundeswehr-Soldaten an den Hindukusch entsandt werden. Ob die bei Aachen stationierten AWACS-Flugzeuge der NATO nach Afghanistan verlegt werden, wird derzeit in der NATO diskutiert. Eine Entsendung wäre ein Signal, dass die Bundeswehr auch bei einer weiteren Ausweitung des Krieges auf Iran mitmischen würde.

Die größten Opfer der imperialistischen Offensive haben die Völker zu beklagen, die den Imperialisten vor allem beim Zugang zu strategisch wichtigen Ressourcen im Weg stehen. Diese Völker leiden nicht nur unter den Kriegseinsätzen, sondern ebenso unter der anhaltenden Besatzungspolitik, wie wir im Irak, Afghanistan und Palästina beobachten können. Doch einhergehend mit der Ausweitung der Kriegs- und Besatzungspolitik ist auch die Arbeiterklasse und -bewegung in den imperialistischen Metropolen und vor allem ihre Jugend immer unmittelbarer von der Militarisierung betroffen. Diese Politik muss beendet werden.

Die SDAJ unterstützt deshalb die Aktionen der Friedensbewegung gegen den Afghanistankrieg und mobilisiert ihre Mitglieder und Anhänger am 20. September nach Berlin und Stuttgart.

Bundeswehr und NATO raus aus Afghanistan!

Raus aus den Kriegsbündnissen NATO und EU!







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