Mit Kindergeld auch Hartz-IV-Sätze erhöhen!

30.04.08
TopNewsTopNews, Soziales, Saarland 

 

Saarländische Armutskonferenz will Besserstellung auch für arme Kinder

Saarbrücken (sk) - Als einen im Grundsatz richtigen Schritt hat die Saarländische Armutskonferenz (SAK) die Ankündigung von Familienministerin Ursula Von-der-Leyen bezeichnet, das Kindergeld mit der Zahl der Kinder gestaffelt steigen zu lassen. Die Verbesserungen für kinderreiche Familien müssten aber auf jeden Fall auch armen Kindern z.b. aus Hartz-IV-Familien zugute kommen. Deshalb sei es unabdingbar, dass jede Verbesserung beim Kindergeld einher gehe mit einer Anhebung der Hartz-IV-Regelsätze für Kinder.

Verbesserungen beim Kindergeld und bei weiteren familienpolitischen Leistungen seien dringend notwendig, weil Kinder und vor allem viele Kinder auf jeden Fall ein Armutsrisiko bedeuteten. Eine einfache Anhebung des Kindergeldes löse aber maximal ein Teil des Problems. Kindergelderhöhungen würden z.b. bei Hartz-IV-Beziehern vollständig von den laufenden Leistungen der Arge abgezogen, sodass die Personengruppe von der Kindergelderhöhung keinen Vorteil hätte. Nur wenn gleichzeitig die jetzt schon bei weitem nicht existenzsichernden Hartz-IV-Regelsätze für Kinder angehoben würden, könnten auch arme Familien profitieren.

Weiterhin sei es aber auch wichtig und wesentlich, das hoch qualitative Halb- und Ganztagseinrichtungen für Kinder flächen- und bedarfsdeckend angeboten werden. Auch diese Maßnahmen und ein kostenloses Mittagessen für arme Kinder könnten einen Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten.

Die Landesregierung, so die Armutskonferenz, sei aufgefordert im Rahmen der genannten Forderungen ihre Hausaufgaben zu erledigen und sich gegenüber der Bundesregierung und dem Bundesrat für die Rechte armer Kinder zu verwenden. Gleiches gelte für die saarländischen Bundestagsabgeordneten.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz