War Drama um Eisbärenbabys vom Nürnberger Tiergarten lanciert?

09.01.08
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Tierrechtler erhebt schwere Vorwürfe und fordert jetzt eine Überprüfung des Dramas

 

Nürtingen (sk) - Tierrechtler Frank Albrecht hat erhebliche Zweifel an den Aussagen des Tiergartens Nürnbergs im Eisbärendrama. Der Zookritiker vermutet im Nürnberger Eisbärendrama sogar eine von langer Hand geplante Medieninszenierung.

So sei für den Zookritiker besonders merkwürdig, dass der Tiergarten seine Eisbärengeburten gerade dann öffentlich macht, wo doch die Mütter gerade in der kritischsten Phase ihrer Aufzucht waren, in der sie besonders viel Ruhe brauchten? Zudem musste die Zooleitung unbedingt ihren Standpunkt der Herzlosigkeit bekanntgeben und betonen, die Babys im schlimmsten Fall verhungern und auf keinen Fall mit der Hand aufzuziehen zu lassen! Ein gefundenes Fressen für die Medien.

„Der Tiergarten hat selber alles erdenkliche Mögliche getan, um Unruhe vor dem Gehege zu produzieren und die Medien auf ihre Herzlosigkeit aufmerksam zu machen. Hat man sogar bewusst einen Skandal provoziert und produziert um ein großes Medieninteresse zu wecken?", so Albrecht kritisch hinterfragend.

Auch ist für Albrecht unverständlich dass VERA mit ihrem Baby dorthin flieht wo Unruhe und Stress am größten sind: Nach Draußen! Dort wo eine Menge von Besuchern und Fotografen sicher nicht in Ruhe auf Mutter und Kind warteten. Und auffallend zu schnell hatte, nach Ansicht des Tierrechtlers, der Tiergarten einen Schuldigen für VERAs Fehlverhalten gefunden.

„In der ruhigen Bruthöhle hatte sie sich bisher am sichersten gefühlt. Doch sie rannte plötzlich, unerwartet und regelrecht panisch, völlig unverständlich, in die eindeutig falsche Richtung", so Albrecht fragend. „Ich glaube eher, dass gerade Unruhe aus Richtung Innenanlagen sie zur Flucht zwangen. War Stress und Unruhe von Seiten des Zoos vielleicht gewollt um VERA zur Rabenmutter zu machen? Sollte VERA ihr Baby bewusst ablehnen? Fehlte der Grund zur Handaufzucht?"

Weiterhin fraglich betrachtet der Zookritiker die Todesumstände der Babys von VILMA. Immerhin waren gleich zwei Damen im Tiergarten schwanger und hatten erfolgreiche Geburten. Der Tiergarten stand vor der schwierigen Frage, wohin mit dem vielen Nachwuchs von zwei Bärenmüttern? Hat der Zoo bei der Problemlösung vielleicht nachgeholfen?

„Das der Zoo gleich nach dem Tod der ersten zwei Bärenbaby Gewissheit hatte, ohne Obduktionsergebnisse und ohne Babyleichen, dass die Bären krank waren und deshalb gefressen wurden, grenzt schon an Hellseherei.", so Albrecht abschließend. „Hier verkauft man die Öffentlichkeit für dumm. Hat der Tiergarten im Inneren der Anlage vielleicht selbst Stress erzeugt, damit VILMA ihre Babys aufleckt (tötet)?"

Albrecht verweist auf die alten und ungeklärten Ungereimtheiten zum mysteriösen Erschießung der Eisbären im Jahr 2000. Bis heute wurde kein Täter gefunden, der angeblich die Eisbären frei gelassen habe. Viele Pannen von damals werfen noch heute erhebliche Fragen auf. Auch verweigert der Zoo bis heute vehement die detailierten Obduktionsberichte seiner toten Delfinbabys offen zu legen. Auch ist fraglich, was aus diversem Wolfsnachwuchs wurde. Zudem braucht der Tiergarten dringend Geld um einige maroden Gehege und ein heruntergekommenes Delphinarium zu finanzieren. Albrecht fordert jetzt eine unabhängige Untersuchung der Umstände um das Eisbärendrama und unabhängige Tierschutzbeauftragte für alle deutschen Zoos.







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