„Bürger belagern den Bundestag mit ihren Argumenten"

16.01.08
TopNewsTopNews, Umwelt, Bewegungen 

 

Campact, Bioland, Schrot&Korn, demeter, NABU, AOEL, AbL, BÖLW zur Aktion gegen eine Verwässerung des Gentechnik-Gesetzes:

Berlin (sk) - „Wer Gentechnik sät, wird Abhängigkeit ernten!" – „Gentechnik: Einmal freigesetzt, immer freigesetzt!" – „Mit dem Essen spielt man nicht!" Die zehn besten Argumente von Bürgerinnen und Bürgern gegen Gentechnik in der Landwirtschaft präsentiert das Online-Bürgernetzwerk Campact gemeinsam mit Umwelt- und Landwirtschaftsverbänden heute auf 60 Großplakaten rund um den Bundestag. Mit ihren Argumenten werden die Abgeordneten bei den abschließenden Verhandlungen zum Gentechnikgesetz „belagert". Bürger hatten in den letzten Wochen im Internet unter http://www.gentechnik-stoppen.de  über 650 Argumente formuliert und die besten zehn ausgewählt.

„Auf ihrem Weg in den Bundestag konfrontieren wir die Abgeordneten zehn Tage lang mit den Argumenten ihrer Wählerinnen und Wähler gegen Gentechnik. Die große Mehrheit der Menschen in Deutschland will keine Gentechnik - weder in der Landwirtschaft noch im Essen", so Christoph Bautz von Campact. „In der Endphase der Auseinandersetzung um das Gentechnik-Gesetz setzen wir den Profitinteressen der Gentechnik-Lobby die

Argumente der Bürger entgegen."

„Der Entwurf zum neuen Gentechnik-Gesetz muss dringend nachgebessert werden. Die Abgeordneten müssen den schleichenden Einzug der Gentechnik auf unsere Äcker verhindern. Es braucht Rechtssicherheit darüber, dass Gentechnik-Bauern auch unter einem Schwellenwert von 0,9 Prozent für Schäden durch gentechnische Verschmutzung haften", erläutert Bautz weiter. Die Haftungspflichten der Gentechnik-Anbauer dürften zudem nicht durch so genannte private Absprachen zwischen Landwirten ausgehöhlt werden.

Die Verbände begrüßen hingegen die neue „Ohne Gentechnik"- Kennzeichungs-Regelung. „Bisher können wir bei Fleisch, Milch und Eiern nicht erkennen, ob sie mit Gentechnikfutter hergestellt wurden", erläutert Bautz. „Mit der neuen Positiv- Kennzeichnung können sich Verbraucher auch bei tierischen Produkten für solche ohne Gentechnik entscheiden." Diese gute Regelung dürfe aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der derzeitige Entwurf des Gentechnik-Gesetzes die gentechnikfreie Landwirtschaft weit schlechter schützt als bisher.

Foto: www.campact.de







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