Heuchelei, Doppelmoral und Kaltblütigkeit im Umgang mit dem Tigernachwuchs im Zoo Hoyerswerda

05.02.08
TopNewsTopNews, Umwelt 

 

Verschwinden diese Inzuchttigerbabys auch wieder spurlos im dubiosen Sumpf des Tierhandels?

Nürtingen (sk) .- Tierrechtler Frank Albrecht, der durch seine Kritik an der Handaufzucht von Knut die Öffentlichkeit auf unlösbare Probleme der Gefangenschaftshaltung aufmerksam machte, wirft jetzt dem Zoo, der Stadt und den Lokalpolitikern von Hoyerswerda extreme Heuchelei, Doppelmoral und Kaltblütigkeit im Umgang mit dem neuen und alten Tigernachwuchs vor.

Albrecht kritisiert zunächst, dass die 3 neu geborenen Tigerbabys wieder aus Inzucht (Verpaarung von verwandten Individuen) entstanden sind und man in Hoyerswerda offensichtlich Tierqualen, die Gefahr von Inzuchtdepressionen ist bei Inzucht gegeben, wieder arrogant und billigend in Kauf nehme. Gerade solche ingezüchteten Tigerbabys haben kaum eine Chance auf Vermittlung und würden sehr oft spurlos verschwinden. Dies bewies der Zoo Hoyerswerda auf vertuschende Weise selbst eindrucksvoll in seiner Vergangenheit. So fehle noch immer jegliche Spur von 7 Tigerbabys, viele davon selbst aus Inzucht entstanden, die im Zoo Hoyerswerda einst die ach so angeblich tierlieben Herzen höher schlagen ließ.

„Auch diese Tigerbabys waren einst die angeblichen Lieblinge aller Hoyerswerdaer. Doch als sie größer und dann lästig wurden, habe man sie über dubiose Tierhändler einfach entsorgt. Heute fehlt jegliche Spur von den einst süßen Kätzchen. Im Zuchtbuch werden sie mittlerweile als verstorben geführt.", so der Tierrechtler wütend. „Die Stadt weiß auch noch wo sie landeten, schweigt aber weiter beharrlich."

Der gebürtigen Hoyerswerdaer kritisiert aber besonders, angesichts dieser dunklen Zoovergangenheit, den aktuellen Medienrummel um die drei neugeborenen Tigerbabys.

Der Tierrechtler bezeichnet u.a. die Medienkampagne „Patenschaft Putin" der CDU nicht nur geschmacklos, weil sie u.a. Menschenrechtsforderungen in Russland mit Füßen tritt, sondern sei auch die neu aufgeflammte Tierliebe der Hoyerswerdaer als heuchlerisch und doppelmoralisch.

Albrecht fordert die Bürgerinnen und Bürger von Hoyerswerda auf, den Zoo zu boykottieren.

„Wem der Verbleib seiner einstige eigenen Schützlinge so eiskalt lässt, wie Oberbürgermeister, einigen Lokalpolitikern und einigen Hoyerswerdaer, der hat es nicht verdient sich als Tierfreund darzustellen, auszugeben oder vielleicht noch zu bezeichnen", Albrecht abschließend. „Hier macht man mit dem neuen Tigernachwuchs scheinbar wieder ein lohnendes Geschäft und noch ein zweites wenn der dubiose Tierhändler wieder anrückt. Anschließend propagiert man Unwissenheit und Ahnungslosigkeit. Ist Hoyerswerda jetzt wirklich das neue Synonym für Heuchelei und Doppelmoral? Wirkliche Tierfreunde meiden daher solch eine Einrichtung."







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