Pannenreaktor Cattenom dicht machen

25.04.08
TopNewsTopNews, Umwelt, Saarland 

 

Supergau wird weite Teile der Saar-Lor-Lux-Region auf Dauer unbewohnbar machen.

Saarbrücken (sk) - Am 26. April 2008 jährt sich die Katastrophe von Tschernobyl zum 22. Mal. Aus diesem Anlass fordert der energiepolitische Sprecher der LINKEN, Hans-Kurt Hill (MdB) die sofortige Stilllegung des französischen Pannenreaktors in Cattenom im Dreiländereck Saar/Lor/Lux.

Nach Auffassung der LINKEN stehen die Risiken der Atomkraft in keinem vertretbaren Verhältnis zum Nutzen. „Gerade der Pannenreaktor im benachbarten Cattenom ist ein Beleg dafür, dass man hier nicht von einer Zukunftstechnik reden kann", so Hill. „Erst recht ist dies keine Antwort auf den weltweiten Klimawandel und die CO2-Problematik". Ein vergleichbarer Störfall in Cattenom wie der am 26. April 1986 im ukrainischen Tschernobyl würde tausende Opfer fordern und weite Teile der Saar-Lor-Lux-Region auf Dauer unbewohnbar machen.

Die saarländische Landespolitik hingegen sei, nach Auffassung Hills, bei der Förderung der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung und erneuerbarer Energien im Tiefschlaf. Im Vergleich zu anderen Bundesländern passiere, hierzulande viel zu wenig. Mit der einseitigen Kohleausstiegspolitik der Müller-Regierung ohne Alternativkonzept könne die riskante und unverantwortliche Atomkraft durch die Hintertür wieder salonfähig werden. „Es ist wichtig, dass der 26. April nicht in Vergessenheit gerät", so Hill abschließend.

Foto: SaarKurier







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz