Glosse:Auch die Mafia will den Zwergstaat Kosovo anerkennen


20.02.08
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Banca Internationale del Mafioso verspricht sagenhaften wirtschaftlichen Aufschwung

Von Claude Michael Jung

Um den neuesten europäischen Zwerg nicht der wirtschaftlichen Verwahrlosung zu überlassen, hat die internationale Geberkonferenz der Mafiaclans heute, an einem geheimen Ort in der Nähe Moskaus beschlossen, den Neustaat Kosovo unter seine Fittische zu nehmen. Die Finanzexperten der internationalen Mafia hatten das Treffen einberufen, um Störungen des internationalen Geldtransits durch den Wegfall einer oder mehrerer Steueroasen in Europa zu begnen. Ferner soll es dem Finanzadel künftig nicht zugemutet werden, den beschwerlichen Weg auf die Cayman Islands in der Karibik nehmen zu müssen, nur um mal hin und wieder das schwer verdiente Schwarzgeldkonto zu besuchen.

Der Finazrat der United Nations of Mafia (UNM) befürchtet den Totalausfall des Fürtentums Lichtenstein als Steueroase, durch weitere unseriöse Machenschaften einiger unzufriedener Bankmitarbeiter in Lichtenstein und der damit verbundenen Zusammenatbeit mit ausländischen Steuerschnüfflern.

„Europas Mafia, vom Atlantik bis zum Ural, ist sich seiner sozialen Verantwortung für den Kleinstaat Kosovo, der ohne uns wirtschaftlich nicht überlebensfähig wäre bewusst. Niemand aus unserer ehrenwerten Gesellschaft will, dass dieser niedliche Zwerg als eine wirtschaftliche Missgeburt von den Staaten Europas mit ihren schwer erwirtschafteten Steuergeldern durchgefüttert werden muss", so Don Luigi Konfetti, Pate für Wirtschaft und Soziales der neapolitanischen Camorra.

In einem ersten Kosovo-Aufbauplan stellt Igor Wodkarowitsch Schrecklinsky, Balkanbeauftragter der Russenmafia, ein Massnahmepaket zur Stabilisierung des angekratzten Vetrauens der europäischen Schwarzgeldanleger vor. Schärfer noch als die US Goldfestung Fort Knox soll die „Banca Kosovare del Mafioso" gegen Eindringlinge und Verräter, die Kundendaten auf CD kopieren und an Agenten der internationalen Steuerschnüffler weitergeben, geschütz sein. „Wir legen unser Personal alle drei Monate um, damit Verräter erst gar keine Chance haben", betont Igor Wodkarowitsch Schrecklinsky in einem Interview mit dem Sparkassenmagazin „Zappenduster".

Gleichzeitig mit dem Neubau von Banken, Casinos und hoch modernen Geldwaschanlagen will die EU auf anraten der UNM, ein milliardenschweres Programm zur Entwicklung der Infrastruktur im Kosovo auflegen. Der Flughafen Pristina soll zur internationalen Drehscheibe für die Geldströme aus aller Welt werden. Gleichzeitig sollen im gebirgigen Umland große Weideflächen für die scheuen Rehe und Hirsche des Kapitals entstehen.

Unterdesen wurde bekannt, dass Europas jüngster Sprössling auch als Logistikzentrum der „world wide mafia organisation" (WWMO) im Gespräch ist. Kunstdünger-Hilfslieferungen für die Mohnfelder am Hindukusch sollen von hier aus nach Afghanistan geflogen werden. Hier. im kleinen Balkanstaat Kosovo, soll nach dem Willen des Finazrats der United Nations of Mafia (UNM) auch die reiche Ernte der afghanischen Mohnfelder zu Qualitätsprodukten nach europäischen Richtlinien verarbeitet werden. Die internationale Lebens und Genussmittelmafia denkt bereits über eine ISAF Zertifizierung für Mohnprodukte vom Hindukusch nach, heisst es in einem Papier, dass dem internationalen Finanzmagazin „Zappenduster" vorliegt.

Au, den 19. Februar 2008







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