Nicht Frauchen und Herrchen sondern der Hund soll das Kommando haben

14.06.08
TopNewsTopNews, Kultur, Saarland 

 

„Freiheit für uns Hunde" fordert kommunistischer Hundegewerkschaftler – Charta Canis vorgestellt

Von Claude Michael Jung

Mehr als zwei Drittel aller Hundehalter in Deutschland verfolgt einer Studie der Saarländischen Sommerlochakademie zufolge, mit der Tierhaltung ausschliesslich eigennützige Motive. Deshalb seien solche Mensch-Hund-Beziehungen auch mangelhaft und der Vierbeiner fühle sich nicht wohl. Dies geht aus einer Untersuchung des Hundepsychologischen Instituts der Saar Sommerlochakadmie hervor. Zentrales Ergebnis: Wie Mensch und Hund miteinander klarkommen, hängt weniger vom Hund als von den Einstellungen und den Verhaltensweisen ihrer "Frauchen" und "Herrchen" ab. Insgesamt bescheinigte die Studienleiterin Professor Jutta von Jolande den Hundebesitzern hundsmiserable Haltungsnoten.

Im Rahmen einer kontrovers geführten Podiumsdiskussion in der Aula der saarländischen Sommerlochakademie verlangte Pico de Aurica, Chef der kommunistischen Hundegewerkschaft „Bell-Fass–Greif" (BFG) radikale Veränderungen an der Mensch-Hund-Front. Gewerkschaftschef Pico drohte mit ernsthaften Konsequenzen für die künftigen Beziehungen zwischen Zwei und Vierbeinern, falls nicht sofort der unsägliche Leinen, Halsband und Maulkorbzwang abgeschafft würde. Der Maulkorb sei lediglich ein probates Instrument vorlauten Politikern die Klappe zu schließen, betonte Gewerkschaftschef Pico und zählte gleich mehrere Dutzend krummer Hündinnen und Hunde aus der Politik auf, denen es gelte die Klappe zu stopfen.

Der Vertreter der Sozialdemokratischen Hunde Deutschlands (SHD), Köter Kurtchen, ein Verfechter des Leinen und Maulkorbzwangs wurde von BFG-Boss Pico de Aurica nach einem kurzen verbalradikal geführten Disput mit gestellten Nackenhaaren aus dem Podium entfernt. Wie es heißt, soll Köter Kurtchen jaulend und mit zerfleddertem Pelz Zuflucht in einem Heim für heruntergekommene Sozenhunde gefunden haben.

Im Anschluss stellte Gewerkschaftsboss Pico sein zehn Punkte Programm für das künftige Miteinander zwischen Hund und Mensch vor. In der Charta-Canis heißt es: „Alles was der Hund mag, gehört ihm – Was er im Maul hat, ist sowieso sein Eigentum – Sofa und andere bequeme Poltermöbel gehören dem Hund – Sämtliche Bälle innerhalb und außerhalb des Hauses gehören dem Hund – Hunde sitzen im Auto immer vorne – Kurzes, scharfes bellen bedeutet für Frauchen und Herrchen Sitz und Platz – Bei allen Malzeiten futtert der Hund zuerst – Katzen und andere Haustiere haben den Hund zu achten und zu ehren, auf dass es ihm wohl ergehe und er lange lebe auf Erden – Wann und wie oft täglich Gassi gegangen wird bestimmt der Hund. - Für zerkaute Einrichtungsgegenstände ist der Hund zu loben – Hunde sind die besseren Menschen!"

Mit der von Pico de Aurica verfassten Charta Canis wird sich demnächst der erste Deutsche Hundebundestag in Berlin befassen. Dort soll auch auf Initiative der Gewerkschaft „Bell-Fass–Greif" (BFG), gemeinsam mit der saarländischen Sommerlochakademie eine Bildungsoffensive für Hundehalter beschlossen werden. Ziel sei es, ein hohes menschliches Fachwissen zur Hundehaltung auf den Weg zu bringen, sowie die Qualität der Hund-Mensch-Beziehung künftig auf stabile vier Pfoten zu stellen.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz