Protest gegen Abschuss von Schwänen auf der Obermosel


Brütender Höckerschwan

12.02.08
TopNewsTopNews, Umwelt, Saarland 

 

Erneut Einführung des Verbandsklagerechts gefordert

Saarbrücken (sk) - Tierschützer des Vereins "Menschen für Tierrechte" haben vor dem Saar-Landtag gegen den Abschuss von Höckerschwänen in Nennig an der Obermosel demonstriert. In dem betroffenen Gebiet "fehlten" rund 70 Tiere, so die Tierschützer

Unterdessen räumte ein Sprecher des Umweltministeriums ein, Ende Januar seien vier Schwäne erlegt worden. Das Saar Umweltministerium sprach, es herrsche an der Obermosel eine Überpopulation dieser Tiere. Außerhalb der Schonzeit läge daher der Abschuss im Ermessen der Jäger.

„Tierschutz hat auch im Saarland Verfassungsrang. Tierschutz ist damit Auftrag an die Landesregierung und darf nicht zur Verfassungsprosa verkommen. Bei der Entscheidung zum Abschuss der Höckerschwäne an der Mosel waren nur Jäger und Bauern eingebunden. Tierschutzorganisationen und tierschutzrelevante Fragestellungen blieben außen vor.", so Spaniol in einer ersten Kritik.

Deshalb fordert die LINKE.SAAR erneut das Verbandsklagerecht für anerkannte Tierschutzverbände sowie eine Verschärfung des Tierschutzgesetzes. „Darüber hinaus braucht Tierschutz einen eigenen Status im saarländischen Umweltministerium. Das Referat „Jagd und Tierschutz" bedeutet das Gegenteil und stärkt vor allem den Jagdbereich. Eine Auflösung dieser unsäglichen Konstellation ist für uns unumgänglich", so die Politikerinnen der LINKEN weiter.

„Vor diesem Hintergrund muss die Debatte um die Jagd und ihre grausamen Auswirkungen auch im Saarland neu geführt werden. Das Verbot des Abschusses von Hunden und Katzen ist längst überfällig – genauso wie ein Verbot der Abrichtung von Jagdhunden an lebenden Tieren. Tierschutz darf auch im Saarland nicht länger missachtet werden", so Barbara Spaniol abschließend.







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