Investition Zukunft!

26.04.08
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Plädoyer für ein Familiengehalt von Hans-Dieter Wege

Wir haben in Deutschland ein Problem. Es gibt zu wenig Erwerbsarbeitsplätze.
Da gibt es aber in Deutschland auch eine Gruppe von Frauen oder auch Männern, die rund um die Uhr beschäftigt sind.
Sie betreuen, versorgen, erziehen ihre Kinder, sie waschen, putzen, üben sich in Krankenpflege usw., usw.
Nur bezahlt werden diese Frauen und Männer für ihre Tätigkeiten nicht.

Im Gegenteil, die Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen, CDU, vertritt sogar die Auffassung, diese Lebenspartner werden mit der kostenlosen Mitversicherung in der Krankenversicherung des Partners gut bedient.
Nur wodurch unterscheiden sich denn gut bezahlte Tagesmütter von Hausfrauen/Hausmännern mit eigenen Kindern?

Die Tagesmutter hat in der Regel, spätestens nach 8 Stunden Feierabend und übt ihre Tätigkeit in der Regel auch nur 5 Tage in der Woche aus. Dann hat sie die Möglichkeit der Erholung.
Auch um kranke Kinder muss sie sich in den meisten Fällen nicht kümmern und sie wird bezahlt!

Das sieht bei Eltern oder Alleinerziehenden, oder auch Lebensgemeinschaften mit Kindern schon erheblich anders aus.
Hier haben die betreuenden Eltern/Partnerteile nie oder fast nie einen geregelten 8 Stundentag und auch keine 5 Tagewoche. Im Gegenteil, hier können die verrichtenden Aufgaben, zum Beispiel im Krankheitsfall eines Kindes, auch schon mal rund um die Uhr gehen. Richtige Erholung ist dann kaum möglich.
Auch ein richtiger Urlaub scheitert sehr oft an den nicht vorhandenen finanziellen Möglichkeiten.

Laut der Entschädigungsverordnung der deutschen Sozialgerichtsbarkeit, werden Hausfrauen und Hausmännern, zum Beispiel bei der Wahrnehmung von Terminen im Interesse der Gerichte oder zum Beispiel bei ärztlichen Begutachtungen mit 12 Euro die Stunde entschädigt.

Diese Entschädigungsverordnung sollte man in meinen Augen als Grundlage für ein Familiengehalt nutzen.
Man sollte einen Zeitaufwand von mindestens 5 Stunden ansetzen und zwar für 30 Tage im Monat, entsprechend einer Monatsvergütung von 1.800 Euro, die sich auch auf die Betreuenden hälftig aufteilen können und somit jeder
Partner noch einer zusätzlichen Erwerbstätigkeit nach seinen Vorstellungen nachgehen kann.

Zusätzlich sollte zum Gesamteinkommen der Haushalte mit Kindern ein Zuschlag in der erforderlichen Höhe gezahlt werden, das diese Haushalte garantiert 15 % über den Hartz IV-Regelsätzen liegen, wenn dieses notwendig wird, zum Beispiel wegen Krankheit oder Erwerbslosigkeit o.ä. eines Elternteiles oder Partners.

Kinder dürfen keinerlei Armutsrisiko mehr für Familien und Partnerschaften bedeuten und jeder Haushalt mit Kindern muss auch in die Lage versetzt werden staatliche Betreuungseinrichtungen zu nutzen.

Wie nachfolgend beschrieben sollten die Befürchtungen von Kindern nicht mehr länger aussehen:

Sonnenuntergang

Wenn die Sonne untergeht,
kommt für kurze Zeit das Leid der Menschen zur Ruhe !
Wenn die Sonne untergeht,
kann die Armut für kurze Zeit vergessen werden!
Wenn die Sonne untergeht,
muss UNS klar werden, was WIR versäumen,
wenn unsere Hilfe zu spät kommt!

Die Sonne wird erst dann wieder mit Freuden erwartet werden,
wenn die Kinder ein Lebensziel haben,
wenn sie geschätzt und geachtet werden!
Das Aufgehen der Sonne hat erst dann wieder einen Sinn,
wenn es mehr Gerechtigkeit gibt,
wenn niemand zu etwas gezwungen wird!
Erst dann wird für die Menschen die Sonne wieder scheinen,
wird das Leben wieder Freude machen und
die Menschen werden eine Zukunft haben
Ohne Leid!!!

Daniela Bierbaum, 4b

Hans-Dieter Wege, Parteilos und Gegner asozialer Politik







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