Auch nach 50 Jahren Gleichberechtigungsgesetz noch keine echte Gleichstellung!


Bildmontage: HF

07.03.09
TopNewsTopNews, Feminismus, NRW 

 

Die Tradition des Internationalen Frauentages hat ihre Wurzeln in der Arbeitnehmerinnenbewegung im Kampf um bessere Arbeitsbedingungen

"Wir haben zwar einiges erreicht. Aber von einer echten Gleichstellung der Frauen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft sind wir noch weit entfernt. Immer noch verdienen die Frauen bis zu 22 Prozent weniger als Männer für die gleiche Arbeit. Damit gehört Deutschland europaweit zu den Staaten mit der größten Ungleichheit bei der Bezahlung von Frauen und Männern. Immer noch sind es die Frauen, die die Balance zwischen Familie und Beruf aufrecht halten müssen", unterstreicht Hamide Akbayir, Frauenpolitische Sprecherin DIE LINKE. NRW.

Die gegenwärtige Systemkrise wirkt sich auf alle Lebensbereiche aus. Wir beobachten, wie die Armut zunehmend ein weibliches Gesicht bekommt. Die Finanzkrise als Produkt dieses Systems, Gesetze wie Hartz IV beeinträchtigt in erster Linie das Leben von Frauen. Frauen sind auch wesentlich stärker mit Niedriglöhnen und prekärer Beschäftigung konfrontiert.

Der Internationale Frauentag ist in jedem Jahr das Herzstück frauenpolitischer Aktivitäten. Wir, als DIE LINKE haben zum Internationalen Frauentag ein bundesweites Tribunal unter dem Motto "Wer macht eigentlich die ganze Arbeit?" ins Dortmunder Reinoldinum organisiert.

Bei diesem Tribunal wurden in einer inszenierten Gerichtsverhandlung reale Fälle, wie prekäre Arbeit und Leiharbeit zur Anklage gebracht und verhandelt. Auch das Publikum konnte mitwirken.

Frauen dürfen nicht zu den Verliererinnen der Krise werden! Deshalb fordern wir gleichen Lohn für gleiche Arbeit, die Abschaffung von Minijobs, Eindämmung von Niedriglöhnen und prekärer Beschäftigung, Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns in Höhe von 8,70 Euro. Es reicht nicht, dass wir uns in die politischen Debatten einmischen. Wir müssen selbst bewusst weiterhin für die tatsächliche Gleichstellung kämpfen und das mit vielen Frauen.







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