NLO RATSMEHRHEIT VERSENKT, GANZ OHNE BASISDEMOKRATISCHEN AUFTRAG DAS NLO SCHIFF


Bildmontage: HF

02.12.07
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Kommentar von Dieter Braeg

Wenn die "Mehrheit des Rates der NLO mit einer "Erklärung" erklärt, dann geschieht das unter der Überschrift

"Edith Bartelmus Scholich spaltet das Netzwerk Linke Opposition"

Netzwerkspalterin soll sie sein. Die Mehrheit die sich hinter dem Mäntelchen der Rätedemokratie aufführt, als sei sie eine Zentrale die bei weitem das "Karl Liebknecht Amt" in Berlin übertrifft, das mit seinen Beamtinnen und Beamten das Geschick der Partei DIE LINKE "konkursreifverwaltet", versucht deren Zentralismus zu übertreffen.
Martin Mitterhauser der wohl den Text komponierte, wäre er doch Musiker, ist der Meinung dass die Felsberger Erklärung vom 3.10.2006 die da lautet: "Die wachsenden Zweifel an der bestehenden Gesellschaftsordnung müssen von einer Linken zum Ausdruck gebracht und mit einer antikapitalistischen Perspektive beantwortet werden. Die sozialen Rechte und Errungenschaften der Arbeiterbewegung und die Forderungen der Linken nach Ausbau der sozialen Sicherungssysteme, Arbeitszeitverkürzung, Mindestlohn etc. können im Rahmen der kapitalistischen Profitwirtschaft nicht dauerhaft verteidigt bzw. erreicht werden. Deshalb muss die Linke mit sozialistischen Perspektiven Alternativen zu den angeblichen "Sachzwängen" aufzeigen.In diesem Sinne sprechen wir uns entschieden für eine Partei aus, die betriebliche und gewerkschaftliche Kämpfe und außerparlamentarische Bewegungen als ihren Schwerpunkt betrachtet." ein Auftrag zur Parteigründung wäre.

Weil in diesem Absatz der Erklärung der begriff Partei nicht vorkommt, entscheiden die Herren Räte, dass ab 3.10.2006 das NLO keine andere Aufgabe zu haben hätte, als die Gründung einer glaubwürdigen linken Partei auf "seine Fahnen" zu schreiben. Ja - die flatterhaften Fahnen flattern und produzieren auch die Feststellung inhaltslos wie immer: "Es ist Zeit, neue Ufer anzustreben". Ja, wie soll das gehen? Wer nicht über Schifffahrtskenntnisse verfügt, sollte tunlichst lernen, wo Steuerbord und Backbord ist und Heck und Rumpf. Erst dann kann man Pirat werden und das NLO Schiff entern, so wird das nichts!

Diejenigen die bisher in außerparlamentarische, betriebliche und gewerkschaftliche Kämpfe verwickelt waren, die wissen mit großen Mehrheit dass sie eines ganz gewiss noch nie hilfreich erlebten - eine linke Partei. Oder hat das was von den Septemberstreiks des Jahres 1969 über Rheinhausen bis heute was gebracht, diese linke Partei, die von außen mit Flugblättern den im Betrieb kämpfenden gute Ratschläge gab?

Wer den Ausdruck Partei noch immer als die einzige Rettung sieht, mit der diese Gesellschaft verändern werden soll, der verhält sich wie die Waschpulver Erzeuger die, seit es Persil gibt, es immer weißer waschen lassen und zum Schluss dann noch "weißer als weiß". Das ist Hausfrauenbeschiss und den übernimmt nun diese Ratsmehrheit des NLO, die neue Ufer anstrebt. Jungs ihr müsst schon rudern, mit "streben" da bewegt sich nichts!

Wer eine Partei wollte der hätte in Felsberg und vorher in Kassel (dort waren es noch dreihundert Frauen und Männer die ein NETZWERK für notwendig hielten) kein Netzwerk sondern die 88zigstevariante einer revolutionären Parteiaufbauorganisation durchsetzen müssen. Dafür gab es weder in Kassel noch in Felsberg Mehrheiten und das was da nun als Zitat dafür herhalten soll, dass man eine "Partei schaffen" (Gott "schuf" auch) wolle und müsse, das ist auch bei höchster Interpretationskunst nicht abzuleiten.
Wer erklärt, dass die Parteien im bisherigen kapitalistischen System versagten, dort wo sie soziale Ansprüche im Programm hatten, dem Kapital in den Arsch krochen, um dann selbst nach einer Partei zu rufen, bei der er mit seiner Ratsmehrheit ohne Volk und Land agiert und agieren will, der zeigt wes Geistes/Wotans Kind er ist.Ja diese politische Kraft die an der Spitze der Massenbewegungen die gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse umwälzt, sogar "tiefgreifend", die hat das Volk satt bis zum geht nicht mehr. Von solchen "Spitzen" geführt wird diese Gesellschaft zu einer immer schlechteren, für die die nur ihre Arbeitskraft verkaufen können. Da "koaliert" und kompromisselt es, damit die Rendite stimmt. Die NLO ist fest in der Hand einer RATSmehrheit, die dies der "Die Linke" vorwirft aber selbst nicht anders vorgeht..

Apparate die steuern, werte RATSherren, sind immer Scheiße, als auch die Anklage, der Edith Bartelmus Scholich Spaltung vorwirft. Wer verlangt es solle eine politische Debatte geführt werden und dann für sich reklamiert, es brauche eine linke Partei die glaubwürdig sei, während er diktatorisch agiert, wird keinen Erfolg haben. Es geht jetzt nicht um einen Aufbau einer tatkräftigen sozialistischen Partei, nein es geht darum endlich eine politische Diskussion zu beginnen, warum wir als Betroffene und Geschädigte dieser Gesellschaft andere Instrumente brauchen, mit denen wir den Kapitalismus zum Ende bringen müssen. Was gibt es denn radikaleres als einen Zustand zu beschreiben um dann seine Änderung kämpfend durchzusetzen?

Ich glaube einfach nicht, dass Joga Twickel oder Edith Bartelmus-Scholich je geäußert hätten - "das NLO dürfe sich nicht offen zu einer sozialistischen Zielsetzung bekennen, weil dies angeblich nicht verstanden würde". Das sind Unterstellungen und das ein Netzwerk mit seinen Mitgliedern "vielfältig" argumentieren sollte und nicht "einfältig", das scheint in die Köpfe der RATSherrenmehrheit nicht rein zu gehen.

Ja, jetzt kommt, mal wieder - ein NETZWERK ist ein NETZWERK - und wer ihm regelnde Statuten aufdrängt die keinen anderen Sinn haben, als den Umbau einzuleiten, der so sein soll wie man es selbst will, missbraucht den Netzwerkgedanken.

Diese "demokratische Mehrheitsmeinung" die hier bemüht wird artet dann in die Aufforderung aus, sich doch die Kugel zu geben: "Wer seine eigenen Überzeugungen nicht offen vertritt, der sollte sich aus dem politischen Leben heraushalten."
Ja das politische Leben, das ist so eine Sache, da kann man Wotan bemühen, über Jahrzehnte dem Parteidogmatismus huldigen, raushalten muss man sich wenn man für Frieden ist, für Durchsetzung von Bürgerforderungen vor Ort (Lärmminderung beim Straßenverkehr ist Scheiße, weil nicht revolutionär), wieso man die GDL mit ihrem Streik nicht kritisiert? Die wollen mehr Geld, bessere Arbeitsbedingungen und fordern nicht die Abschaffung des Kapitalismus, die Vergesellschaftung der Bahn und Bahnräte? Ja, das politische Leben ist oft ein sehr schwer verständliches!

Weil aber das alles noch nicht reicht, geht man als RATSmehrheit noch weiter und schließt all die aus dem NLO aus, "die die website www.scharf-links.de unterstützen und mit ihr zusammenarbeiten" - sie werden nicht mehr als Teil des Netzwerks Linke Opposition betrachtet. Das jene die sich Sozialisten und Kommunisten nennen nun zu den Unvereinbarkeitsbeschlüssen greifen, mit denen in der Vergangenheit die Gewerkschaften die LINKE aus den Betrieben trieb und um Arbeit und Brot brachte, das ist "politisches Leben",wie man es braucht, will man viele davon überzeugen eine "offene Debatte" zu führen, die durch Ausschlüsse begleitet wird samt Zensur per Entfernung aus der LINKE ZEITUNG Redaktion.
Wer bestimmt denn eigentlich was eine "sozialistische Zielsetzung" ist, die Herren Räte und die LZ-Redaktion?

Ach ja und dann wurde der "Adressverteiler" der Linken Zeitung entwendet, da wird eine Legende gestrickt. Die zugegebenen etwa 200 Adressen derjenigen die sich bei der LZ meldeten, zu den Adressen die Edith Bartelmus- Scholich und andere Genossinnen und Genossen zusammentrugen, mit der Widmung damit ein breites linken öffentliches Zeitungsprojekt zu entwickeln, hat bei diesen RATSherren nichts verloren, sie wollen entwenden, wenn sie anderen Entwendung vorwerfen. Sie schreien "haltet die Diebin" und wollen nun, weil keine Parteibücher da sind die man umtauschen kann, auf andere Weise das NLO "reinigen".
Vorwärts im Kampf zur Verkleinerung des NLO und der Pulverisierung der LINKEN!
GAM vor, schieß noch ein Eigentor!

 


VON: DIETER BRAEG

db@scharf-links.de




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