"Klassenkampf im Treibhaus"


31.12.07
TopNewsTopNews, Umwelt, Rheinland-Pfalz 

 

Eine Zusammenfassung der Sd21j - Veranstaltung vom 16. Nov. 07 in Mainz
 
von Albert Schtschepik
 
 
Die Veranstaltung war mit den 22 Teilnehmern gut besucht und hatte mit dem Referenten Wolfgang Pomrehn einen kompetenten und versierten Kenner des Themas zur Verfügung.
 
Auffällig war, sieht man von den beiden, im Auftrag des Landesvorstands anwesenden Provokateuren einmal ab, dass es ein großes Interesse an dem Thema des Klimawandels und seiner Folgen, bzw. an deren Begrenzung gibt, aber dass es eine ebenso große Unkenntnis über Entstehung und Auswirkung, oder über alternative Energieerzeugung gibt.
 
Da die Diskussion für einige als "chaotisch" empfunden wurde, was zum großen Teil auf dem sehr unterschiedlichen Wissensstand beruht, stellen wir nun diese Zusammenfassung bereit, die sowohl der Vorbereitung weiterer Veranstaltungen, als auch der Grundlage für Debatten und Aktionen in den Kreisverbänden dienen soll.
 
1. Der Klimawandel ist nicht mehr aufzuhalten! Die physikalischen Messungen, Folge der Warnungen durch einzelne Forscher und die inzwischen wesentlich verbesserten Klimamodelle, die in wesentlich leistungsfähigeren Rechnern simuliert werden können, zeigen, dass der durch den Kohlendioxidausstoß verursachte Klimawandel schneller voranschreitet, als die als "Panikmacher" von Wirtschaft, Handel und Industrie, sowie ihren bezahlten und bestellten Lautsprechern verunglimpften Forscher angenommen haben.
 
2. Die Folgen sind nicht nur das Abschmelzen der Polkappen, mit einem dadurch verbundenen Anstieg der Meeresspiegel, sondern auch die wesentlich schnellere Ausbreitung der Wüsten und Steppen und einer erheblichen Zunahme von extremen Wettersituationen. Für die Region, in der wir leben wird der Klimawandel dafür sorgen, das die Gletscher abschmelzen und in den Gebirgsregionen für verheerende Sturzfluten sowie für extreme Hochwassersituationen an den weiter unten gelegenen Anrainerländern  sorgen. Extreme Trockenheit wechselt sich mit extremer Hochwasserlage nach Starkregen ab. Die Tier- und Pflanzenwelt wird sich den Gegebenheiten anpassen müssen und der bisherige Anbau von Nahrungsmitteln wird in der jetzigen Form nicht mehr möglich sein, da die heimischen Gewächse der neuen Klimasituation nicht gewachsen sind. In anderen Regionen der Erde werden Migrationsbewegungen ausgelöst, um bebaubare Ackerflächen zu finden und das vor dem Hintergrund einer ständig wachsenden Weltbevölkerung.
 
3. Die Alternative zur bisherigen Energieversorgung kann nicht nur darin bestehen, den Verzicht zu predigen, oder auf Windenergie, Biomasse oder den Anbau von Energiepflanzen zu setzen. Durch den forcierten Anbau von Energiepflanzen wird sich die Ernährungssituation der Menschheit verschärfen, weil diese Energiepflanzen in Konkurrenz zu den Nahrungspflanzen angebaut werden müssen.
 
Viel stärker als bisher muss Sonnenenergie als die einzige, emissionsfreie Energieerzeugung mit unerschöpflicher Masse in großem Stil zum Einsatz kommen.  Die Sonne liefert das 5000-fache der täglich weltweit benötigten Energiemenge, die durch die schon jetzt verfügbaren technischen Verfahren eingesammelt und nutzbar gemacht werden muss. Dazu gehört es auch, den Legenden über die Fotovoltaik wirkungsvoll entgegenzutreten. Ihre Gegner verbreiten großflächig das Gerücht, das bei der Herstellung von Fotovoltaikzellen mehr Energie verbraucht werde als sie zu liefern im Stande seien, was für die aller erste Generation der Fotovoltaik ja zutreffen mag, nicht aber für die Folgegeneration, da es bis heute keine Langzeitstudien über die Lebensdauer der F. der neuesten Generation gibt. Auch die Speicherung des Solarstroms in Form von Wasserstoff, der aus Solarstrom gewonnen und als Antriebsmittel für alle Fahrzeuge, als Stromlieferant für alle Regionen, in denen es keine Leitungsnetze gibt und darüber hinaus wesentlich effizientere Nutzung von Energie ermöglicht, wird von seinen Gegnern durch das streuen von haarsträubenden Gerüchten in Abrede gestellt. Eines davon besteht aus der Behauptung, dass die Verbrennung von Wasserstoff zu gefährlich sei. In einer Brennstoffzelle wird aber nichts verbrannt! Sie besteht aus zwei, durch eine Membran getrennten Kammern. Auf der einen Seite fließt bei Bedarf Wasserstoff aus einem Tank ein, der im Gegensatz zu den Sauerstoff- und Stickstoffmolekülen der Luft die Membran durchdringen kann. Dabei entsteht ein elektrischer Strom der ausreicht, die in den Radnaben eines Autos untergebrachten Elektromotoren anzutreiben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein Elektromotor 99% seiner aufgenommenen Energie in Leistung umsetzt und nicht nur 34% wie es bei den heute üblichen Verbrennungsmotoren möglich ist. Auch wird das Wasserstoffventil nur dann geöffnet, wenn sich das Fahrzeug bewegen soll und es entsteht kein Verbrauch durch Leerlauf.
Für die Sozialisten des 21. Jahrhunderts ist die Umstellung der Energieversorgung von den endlichen fossilen Energievorkommen (Kohle, Erdöl und Erdgas) über den Zwischenschritt der Wind- und Biokraft hin zu einer effizienteren Nutzung von Solarstrom und Wasserstofftechnologie eine wesentlich Aufgabe.
 
Dieser Umbau geht einher mit:
 
1. einer aktiven Friedenspolitik, die künftige Kriege um bebaubare Ackerflächen und Wasservorkommen verhindern hilft;
 
2. der Sicherstellung menschlicher Mobilität sowie einem effikiven  Waren- und Güterverkehr, welcher für Arbeitsplätze und damit für Löhne und Gehälter sorgt, mit denen ein menschenwürdiges Leben ermöglicht wird;
 
3. die Bewahrung der heimischen Flora und Fauna, aber eben nicht nur hier sondern auch in anderen Ländern der Welt;
 
4. der Sicherstellung einer ausreichenden Nahrungsmittelproduktion und deren Zugang für alle Menschen.
 


VON: ALBERT SCHTSCHEPIK






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