Antikriegsdemo in Berlin: Panzer abgebrannt.

21.09.08
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Von Autonome Antifa Mecklenburg-Strelitz

Am Sonnabend den 20.9.08 folgte ein breites Aktionsbündnis von linken Parteien, anti militaristischen Initiativen und der antifaschistischen Linken Berlin (ALB), dem Aufruf des DFG-VK imperialistische Kriegseinsätze und die weitere Militarisierung der Gesellschaft zu stoppen. Unter dem Motto: "Dem Frieden eine Chance! Kein neues Bundeswehrmandat! Truppen Raus aus Afghanistan!!!" folgten etwa 4500 Menschen diesem Aufruf in Berlin und fast so viele in Stuttgart. Los gings vor dem Brandenburger Tor, nach der Ansprache von der Tochter Che Guevara (Aleida Guevara) über die Aggressionspolitik gegen ihr Land , folgte eine Sprecherin der US amerikanischen Friedensbewegung, die nichts von den jetzigen Kriegspolitik ihrer Bush-Regierung hält. Hierbei wurden die jetzigen Angriffskriege im Nahen Osten und der arabischen Welt scharf kritisiert. Weiter ging es über die wirtschaftliche Einschränkungen von seitens der USA und der EU gegenüber der sozialistischen Entwicklung in Latein- und Südamerika. Auch hier wird versucht das friedliche Zusammenspiel der Bevölkerung mit Waffengewalt und militärischen Interventionen aufzuwiegeln. Als die Demo sich in Gang setzte, wurden wir gleich mit diesem Szenario konfrontiert. Eine Gruppe der Berliner Einsatzpolizei, versuchte die Fahnen der PKK zu beschlagnahmen. Daraufhin suchte die kurdischen GenossInnen Unterschlupf im antikapitalistischen Block der Antifa. Nach dem sich die Genossen_Innen im antikapitalistischen Block Unterschlupf fanden, kam es zu einer absolut lächerlichen Polizeiaktion. Die Berliner Pollizei versuchte weiterhin die Fahnen zu beschlagnahmen, daraufhin stürmten die Polizisten in den antikapitalistischen Block hinein, rissen Transparente runter, stolperten und wurden mit den Parolen "Hoch die internationale Solidarität" und "Haut ab, Haut ab..." erfolgreich zurückgedrängt.
[An dieser Stelle möchten wir auch gleich über die kurdische Bewegung berichten. In Deutschland leben rund 800.000 Kurden_Innen. Die Bundesregierung beteiligt sich mit Waffenlieferungen und dem Verbot der Arbeiterpartei Kurdistan PKK sowie des Fernsehsenders Roj TV am Krieg gegen die kurdische Bevölkerung in der Türkei. Gleichzeitig ist hierzulande auch unter Linken und der Friedensbewegung wenig über die Hintergründe der kurdischen Frage und die Ziele der kurdischen Freiheitsbewegung bekannt. Auf einem Seminar wollen wir uns mit der Entstehung der kurdischen Frage seit Gründung der Republik Türkei 1923, dem rassistischen Wesen der kemalistischen
Staatsideologie, der Entwicklung der kurdischen Freiheitsbewegung seit den 70er Jahren und den Vorstellungen der PKK zu Selbstbestimmung, Sozialismus und Frauenbefreiung beschäftigen. Den Abschluss bildet eines Podiumsdiskussion mit kurdischen, türkischen und deutschen TeilnehmerInnen über die Perspektiven für eine demokratische Lösung der kurdischen Frage.
More Info: kurdistan.blogsport.de ]
Die Demo konnte darauf erfolgreich fortgesetzt werden. Vorbei am Holocaustdenkmal, der Humboldt - Universität endete die Demo auf dem Berliner Gendarmenmarkt wo weitere Ansprachen und Livebands folgen sollten. Während eine Rap-Gruppe auf der Bühne spielte, ging im Hintergrund ein Bundeswehrpanzer aus Pappe in Flammen auf. Die Polizei rannte darauf wie wild über den Platz und löschte später das Panzerwrack mit einem Pulverlöscher. Ätzender und pulverisierter Branntkalk mischte sich in der Luft und sorgte nun für schwelende Atemluft auf beiden Seiten. Während die Polizei immer noch den MG-Panzerknacker suchte, bekam diese aufheiternde Aktion viel Applaus vom Publikum erteilt. Neben den Informationen aus Köln über den Verlauf des dortigen Antifa Aktionsbündnisses gegen die rechtsextreme Pro Köln Bewegung, sollte die Antikriegsdemo dann um 16.00 Uhr in Frieden ausklingen.
http://aamst.blogsport.de/2008/09/21/panzer-abgebrannt/

 







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