Arbeitsmarkt Berlin: Modifizierte Sklaverei und Menschenverwertung (nicht nur) in Berlin

13.08.08
TopNewsTopNews, Wirtschaft, Berlin 

 

Von Reinhold Schramm

Die Bundesagentur für Arbeit führt für den Berichtsmonat Juli 2008 in Berlin  34.493 "MAE-Kräfte" auf. Im Jahr 2007 waren es in Berlin 28.493 staatliche "MAE" - Sklaven. Im Juli 2005 waren in der Arbeitskräftestatistik noch 22.384 so genannte 'Ein-Euro-Jobs' für die Regierungshauptstadt ausgewiesen.
Schwerpunkt der Arbeitsfelder für "MAE-Kräfte' waren im Berichtsmonat Oktober 2007 die Bereiche Infrastrukturverbesserung (9.888), Kinderbetreuung und Jugendhilfe (6.343). Gesundheit und Pflege (4.172), Umweltschutz und Landschaftspflege (3.552) sowie Erziehung und Bildung (3.049).  - Siehe hierzu auch die Beiträge im Neuen Deutschland, Berlin, am 13.08.2008 von Markus Drescher "Sklaverei 2.0" und Stefan Otto "Die Müllsammler von Köpenick".

Unterste "Tarifvergütungen" in Berlin: 

Bewachungsgewerbe
Revierwachdienst

  5,14 €  Std.

  890 €  Brutto   

Separatwachdienst

  5,25  

  909

Einzelhandel
Berlin-Ost 

  7,07  

1.167  

Berlin-West

  7,29

1.166

Friseurhandwerk
Arbeiter/-in 

  3,38

   544 (monatlich)

Angestellte/-r

  4,65  

   749

Landschaftsbau
'Ost'/Angestellte/-r

  7,14  

1.257  

'West'/Angestellte/-

  8,06  

1.362

Gaststättengewerbe

  7,54 

1.240 

Versicherungsgewerbe

  8,21 

1.372 (Gr.A)

Zeitarbeit (BZA)*

  7,38

1.119 (Brutto)

Zeitarbeit (iGZ)** 

  7,31

1.109

* BZA = Bundesverband Zeitarbeit Personal-Dienstleistungen
** iGZ  = Interessenverband Deutscher Zeitarbeitsunternehmen

Quellenverweis: Hans-Böckler-Stiftung, WSI-Tarifarchiv,
Tarifspiegel: unterste Tarife nach Branchen
Internet: http://www.boeckler.de/show_mindestlohn.html#

Anmerkung zum Bundestag in Berlin:
Die aktuelle monatliche steuerpflichtige "Abgeordnetenentschädigung" liegt bei 7.339 € und ab 1. Januar 2009 bei 7.668 €.  Im März 2008 lag die (zusätzliche) steuerfreie "Kostenpauschale" bei 3.720 €.
Unter "Reisekosten" heißt es auf der Internetseite: "Wenn ein Abgeordneter eine Dienstreise unternimmt, trägt der Bundestag die Kosten, nicht anders als ein Arbeitgeber, der seine Mitarbeiter auf Geschäftsreise schickt."
Siehe: www.bundestag.de 







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