China: Zur Realität des harmonischen Bourgeoissozialismus in der Weltwirtschaftskrise*.


Shanghai, Bild: Wikipedia

02.11.08
TopNewsTopNews, Internationales 

 

Von Reinhold Schramm

Der Vize-Bürgermeister von Shanghai, Wang Qinping, beim Industrieverband, zu den überzogenen Erwartungshaltungen, der Regierungsvertreter der imperialistischen Wirtschaftsmetropolen, an die Adresse Chinas, in Folge der Weltwirtschafts- und Spekulationskrise: "Von wegen Hilfe leisten! China ist dazu nicht in der Lage. Ein Nichtschwimmer kann anderen nicht das Leben retten." (Vergleiche: Hoffnung aus dem Hinterland, Bericht von Georg Blume, "Die Zeit", 30.10.2008, Nr. 45)
Aus der Einleitung zum Bericht von G. Blume: "In China schließen 10.000 Fabriken, weil die Amerikaner keine Fahrräder, Spielzeuge und Textilien mehr kaufen. (...)"
Wang Qinping, beim Industrieverband Shanghais, zu den maßlos überschätzten chinesischen Devisenreserven von 1,9 Billionen US-Dollar (ca. 60 Prozent auf US-Dollar-Basis): "Das Geld gibt es nur in den Büchern, und die Reserven sind durch Fehlinvestitionen in den USA stark geschrumpft".
Nach anderen Aussagen sind in Folge der Wirtschafts- und Finanzkrise 500-600 Milliarden Dollar (vormalige) chinesische Finanzreserven verbrannt. - Nicht nur die Ökonomen können den realen Umfang der Vernichtung der unterbewerteten Wertschöpfung und der Lohnarbeit in Menschenleben berechnen!
Beim Entzug von (auch überlebenswichtigen) Sozialleistungen, insbesondere für die Armen der Gesellschaft, gilt dies auch für die europäischen und deutschen imperialistischen Metropolen des Kapitals! Gleichzeitig verschärft sich die existenzielle Lebenssituation für die Menschen in den ärmsten Regionen der Welt, durch den fortgesetzten verschärften Entzug der materiellen Lebensgrundlagen, in Folge der ausschließlich imperialistischen und weltwirtschaftlichen Kapitalinteressen.

Die antikommunistische und kapitalistische Bewusstseinsspaltung, auch bei der Administration der nationalen und internationalen Bourgeoisie, kommt in der offiziellen Erklärung des chinesischen Handelsministeriums am 31. Oktober 2008, unter der Schlagzeile "China will sich aktiv an der Bekämpfung der Finanzkrise beteiligen" im folgendem Wortlaut zum Ausdruck: "China wolle sein Bestes tun und sich aktiv an den Hilfsplänen zur Bekämpfung der internationalen Finanzkrise beteiligen. Dies teilte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Jiang Yu, am Donnerstag in Beijing mit." - "Als Mitglied des Internationalen Währungsfonds (IWF) habe China den anspruchsberechtigten Ländern mittels IWF-Kapitalplänen stets seine finanzielle Unterstützung zukommen lassen, so Jiang Yu weiter." - Internet: http://german.mofcom.gov.cn/aarticle/nachrichten/200810/20081005863453.html

Nachtrag: Unter "Aufgaben und Ziele" des "IWF" heißt es bei 'wikipedia' unter anderem: Die den Staaten auferlegten Bedingungen in Form von Strukturanpassungsprogrammen (SAP) können zum Beispiel Privatisierung von öffentlichen Einrichtungen wie Sparkassen, Elektrizitäts- und Wasserversorgung, Telekommunikation usw. sowie Entlassung von bestimmten Gruppen von Mitarbeitern vorsehen.

Auch der "IWF" ist eine ausschließlich imperialistische Regulierungseinrichtung im Kapitalinteresse; dies ist auch der willfähigen Administration der Herrschaftsvariante des 'harmonischen' konfuzianistischen Bourgeoissozialismus bekannt. - Bei den antikommunistischen und pseudomarxistischen (auch deutschen) spätmaoistischen Romantikern dauert es etwas länger, mit der Dialektik - der Erkenntnis (der historische Konfuzius ist hierbei unschuldig)!

*(Siehe auch bei Karl Marx im "Manifest" und "Das Kapital")







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