China: Bilanz der Verbrechen (nicht nur) im 'Milchskandal'

02.12.08
TopNewsTopNews, Internationales 

 

Von Reinhold Schramm

Wie bereits in "scharf-links" berichtet: so gibt es keine Kontrolle der am Profit orientierten Nahrungsproduktion, auch nicht für gesunde und bezahlbare Milchprodukte, für die Mehrheitsbevölkerungen; ebenso wenig in China wie in Deutschland und EU-Europa. Im System des Kapitalismus herrscht das Primat des Profits und nicht die menschenwürdige Herstellung und Produktion von gesunden Nahrungsmitteln. Auch hier dürften die vereinten pseudowissenschaftlichen und akademischen Zuhälter des Kapitals und deren Kollaborateure, aller Schattierungen, stets das Gegenteil behaupten; auch mit allen Methoden der ideologisch-psychologischen Verschleierung und Verfälschung der objektiven Realität; unter Einsatz aller Medien, privaten und staatlichen Manipulations- und Verbildungseinrichtungen, auch in Deutschland, EU-Europa, Japan und den USA.

Nach den aktuellen 'veröffentlichten' Zahlen sind bisher in China 294.000 Kleinkinder an vergifteten Milchprodukten erkrankt und amtlich 'offiziell' sechs Kleinkinder gestorben, laut chinesischem Gesundheitsministerium am 02.12.2008.
Nach der Liquidierung des rudimentären elementaren (!) Gesundheitswesens und der Einführung des für die Mehrheitsbevölkerung, insbesondere für die Landbevölkerung, unbezahlbaren Gesundheitswesens, gibt es lediglich für weniger als 11 Prozent der Gesamtbevölkerung eine 'gesicherte' Gesundheitsversorgung ['offiziell' besteht bis Ende '2010' die 'Absichtserklärung' einer flächendeckenden Gesundheitsversorgung, mit 'Selbstbeteiligung' und für die Armen . . . - Absichtserklärungen. - Unsere antikommunistischen 'Freunde' werden auch hierfür einen ideologischen 'Nasenring' finden ...] Auch hieraus ergibt sich, dass es keine gesicherten Erkenntnisse gibt und gegenwärtig geben kann, über das tatsächliche Ausmaß der Vergiftung der chinesischen Bevölkerung; auch unter Beteiligung ausländischer privater Unternehmungen - und Aktiengesellschaften, auch z. B. unter Beteiligung einer profitorientierten 'Genossenschaft' aus Neuseeland. Keinerlei gesicherte Kontrolle gab es für Milchprodukte für den Export: In den zurückliegenden Wochen fand man auch in den Regalen großer europäischer Supermarktketten vergiftete Milchprodukte (u. a. T-Online - Nachrichtenmeldungen).

Das Gesundheitsministerium Chinas geht mit seiner (?) 'neusten' Zahl um mehr als das Fünffache über bisherige 'offizielle' Angaben hinaus. Demnach wurden von den Säuglingen 51.900 stationär behandelt. Aktuell und 'offiziell' befinden sich immer noch 861 Kinder mit Nierenproblemen im Krankenhaus; davon seien 154 Kinder in einem schlechten Zustand - und bei den Säuglingen hätten sich Nierensteine gebildet.
Das "Handelsblatt" berichtete am 2. Dezember 2008: "Der monatelang vertuschte Skandal war erst im September aufgeflogen, als immer mehr Kinder durch das gesundheitsschädliche Milchpulver erkrankt waren. Bei rund zwei Dutzend Herstellern wurden Produkte festgestellt, die die Chemikalie Melamin enthielten. Mit dem verbotenen Stoff, der in der Industrie als Bindemittel eingesetzt wird, lässt sich ein höherer Proteingehalt und damit beispielsweise bei verwässerter Milch eine bessere Qualität vortäuschen."
Melamin war nicht nur als Zusatz in der Milch der privaten Produzenten weit verbreitet, auch wurde mit der Chemikalie Viehfutter künstlich "aufgebessert". Bisher erfolgte der Nachweis in Eiern und Eiprodukten. Laut "China Daily" sei der Export von Milchprodukten aus China im Oktober 2008 im Vergleich zum Vorjahresmonat (2007) um 92 Prozent gefallen. - Dies dürfte die Bourgeoisie und deren Kollaborateure nicht abhalten ihre profitorientierten Verbrechen gegen die Mehrheitsbevölkerungen fortzusetzen.
Quelleninfo.: http://www.handelsblatt.com/politik/international/erschuetternde-bilanz-in-chinas-milchskandal;2101607 







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