Trotz Weltwirtschaftskrise der Bourgeoisie, eins ist sicher - der Profit der Rüstungsindustrie!

01.02.09
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Teilaspekte der Rüstungsindustrie - und der "ThyssenKrupp AG"

Von Reinhold Schramm

Das "Handelsblatt" berichtete bereits im September 2008: Die Bundeswehr könnte die bestellten Transportflugzeuge gut gebrauchen - doch der Rüstungskonzern EADS kann nicht pünktlich liefern. - Der Wert der EADS-Aktie sank daraufhin um rund zwei Prozent.
Merke: Auch die Verzögerung der Belieferung der Mordmaschinerie im Imperialismus führt zu einer Verminderung der profitorientierten Anerkennung auf dem Aktien- und Handelsmarkt der Bourgeoisie.
Der EADS-Konzern musste sich auf Strafzahlungen wegen der Lieferverzögerungen beim Militärtransporter A400M einstellen. Der zuständige Kriegsminister Franz-Josef Jung (CDU) pochte darauf, dass geschlossene Verträge über die Lieferung von 60 Maschinen für acht Milliarden Euro eingehalten werden, so die Meldung im "Handelsblatt". [1]

Ein analoges Thema:
Am 23. Januar 2009 fand die 10. 'ordentliche' Hauptversammlung der "ThyssenKrupp AG" im RuhrCongress Bochum statt.
Der Geschäftsbericht 2007/2008 des Konzerns wurde bereits am 28. November 2008 veröffentlicht. Am gleichen Tag fand auch die "Bilanzpressekonferenz" und eine "Analysten- und Investorenkonferenz" statt. Wichtig für die vorhandenen Aktionäre, Analysten und zukünftigen Investoren: "Der Online-Geschäftsbericht bietet umfangreiche Informationen und zusätzliche Services (...) bis zu Excel-Tabellen", laut www.thyssenkrupp.de.

Der "ThyssenKrupp-Konzern" ist einer der größten Technologiekonzerne weltweit. Mehr als 199.000 Mitarbeiter arbeiten für die Schwerpunktbereiche Stahl, Industriegüter und Dienstleistungen. "Sie erwirtschafteten im Geschäftsjahr 2007/2008 einen Umsatz von mehr als 53 Milliarden Euro", so aus der Selbstdarstellung.


In ihrem Dokument [2] berichtet die "ThyssenKrupp AG" über einen (kleinen) Ausschnitt ihrer Aktivitäten - zum profitablen Wohle ihrer Anteilseigner und Aktionäre (weltweit) - auf dem Gebiet der Rüstungsindustrie:

Marine-Informationen: "Werftenverbund ThyssenKrupp - HDW".
Hier heißt es unter anderem zur Ausgangssituation der TK-Konzern AG und zur Kooperation mit der "HDW":
- Arbeitsgemeinschaft im Inland
- Deutsches U-Boot-Konsortium im Export
- Deutsches Fregatten-Konsortium im Export
Und weiterhin:
Hoher Konsolidierungsdruck im europäischen Marineschiffbau:
- Wirtschaftlich und politisch

Und zur imperialistischen Konkurrenz:
Risiko einer Übernahme der HDW durch US- oder französische Wettbewerber: dies wäre ein "Know-how-Verlust in Deutschland".
Zu den Sorgen der Administration der Bourgeoisie der "ThyssenKrupp AG" heißt es:
"Nationale Perspektive: Erhalt des marine-technischen Know-hows und Erhalt von Fertigungskapazitäten in Deutschland (Brennstoffzellentechnologie ... etc.)".


Anmerkung: Auch der aktuelle und inszenierte Vorwand der imperialistischen "Piratenjäger" dürfte sich positiv auf die Bilanzen - nicht nur der "ThyssenKrupp AG" - und Dividenden der Eigentümer und Aktionäre der Rüstungsindustrie auswirken, auch dafür sorgt die sozial-demokratische Bundesregierung, natürlich auch die Parlamentsmehrheit - in 'historischer Verantwortung', vorbildlich!

Nachtrag: Auch die sozial-demokratische Lohnarbeit(er) und ihre Gewerkschaften - insbesondere auch die IG Metall - müssen sich ihrer Mitwirkung und Verantwortung im Kapitalismus und Imperialismus stellen, auch in der Wirtschafts- und Systemkrise! -  Jede 'Zurückweisung' und 'Freisprechung' wäre eine Entmündigung der Lohnarbeit. - Das System der Bourgeoisie funktioniert nur durch aktive Mitwirkung!


Quellen:
[1] "Handelsblatt.com" am 23.09.2008: "Bundesverteidigungsministerium lehnt Vertragsänderungen ab" - "EADS droht Strafe bei Militärtransporter", ein Artikel von Andreas Rinke und Holger Alich.
[2] ThyssenKrupp AG - Kriegsmarine: "Werftenverbund ThyssenKrupp - HDW": http://www.thyssenkrupp.com/documents/pm20040813_de.pdf .







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