Projekte der imperialistischen Transformationsarbeit der Bundesrepublik Deutschland auf dem Gebiet des Rechtsstaatsdialogs mit China. (Teil II.)

02.03.09
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Von Reinhold Schramm

Auch auf dem Gebiet des Wirtschaftsrechts und Strafrechts gibt es zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Volksrepublik China eine Zusammenarbeit für die gesellschaftspolitische Transformation in die kapitalistische Gesellschaftsordnung. Um die Dimension nur der deutschen imperialistischen Transformationsarbeit zu veranschaulichen, analoges findet auch durch die anderen imperialistischen NATO und EU-Partner statt -  nicht nur auf dem Gebiet des Rechtsstaatsdialogs und dessen materielle Übertragung, eine Skizze zu den Projekten der letzten Jahre.

Der erste Teil stand unter dem Titel: "China: Sumpfblüten in der ,sozialistischen Marktwirtschaft' (nicht nur) chinesischer Prägung. Aspekte der kapitalistischen, gesamtgesellschaftlichen und juristisch-rechtlichen Transformation Chinas."
(Teil I.: am 7. Dezember 2008 -  www.scharf-links.de - TopNews, Internationales) 

Punkt 8. Projekte des Deutsch-Chinesischen Instituts für Rechtswissenschaft:

1. Ausbildung chinesischer Magisterstudenten im deutschen Zivilrecht, im öffentlichen Recht, Europarecht und im internationalen Wirtschaftsrecht, Lehre gefördert durch den DAAD durch einen Langzeitdozenten für deutsches Recht und besonders ausgewählte Kurzzeitdozenten zu spezifischen Themenbereichen; fortlaufend, seit 1989; Deutsch-Chinesisches Institut für Rechtswissenschaften der Universitäten Göttingen und Nanjing.

2. Betreuung von Doktoranden im Rahmen eines Promotionsprogramms; fortlaufend, seit 1989.

3. Ausbildung deutscher Studenten im chinesischen Recht, Ausbildung von Rechtsreferendaren und Praktikanten; fortlaufend.

4. Herausgabe der "Zeitschrift für Chinesisches Recht" (zusammen mit der Deutsch-Chinesischen Juristenvereinigung und dem MPI Hamburg) und des Jahrbuchs "Zhong De Faxue Luntan"; fortlaufend.

5. Übersetzung und Kommentierung von BGH-Entscheidungen, Übersetzung juristischer Lehrbücher der Bundesrepublik Deutschland; fortlaufend.

6. Forschung: Studien, Gutachten, Konferenzen und Workshops zum deutschen und chinesischen Recht; (vormalige) Planungsaufgaben: Alumni-Workshop in Nanjing zum Thema "Technologie und Umwelt - vertragliche Gestaltung und gesetzliche Regelung", 2. Hälfte 2007 im Rahmen der vom Auswärtigen Amt geplanten Deutschlandwochen in China; Mitorganisation der international Conference "China Law Studies in Europe" der European Association for China Law Studies; fortlaufend.

7. Graduiertenkolleg. In Planung (Stand Dez. 2006).
8. LL.M.-Studiengang für deutsche Studierende an der Uni Nanjing. In Planung (Stand Dez. 2006).


Punkt 9. Projekte des Instituts für Europäisches Recht (Universität Saarland)
(Stand Dez. 2006)

Unterstützung des Wissenschaftler- und Studentenaustausches zwischen dem Institut für deutsches und europäisches Recht der Zhongnan University of Economics and Law in Wuhan und der Universität des Saarlandes in Saarbrücken; seit 1995; Institut für Europäisches Recht, Rechts- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät der Universität des Saarlandes.


P. 10. Projekte des Max-Planck-Instituts für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht in Heidelberg

Hier: Forschungszusammenarbeit und Wissenschaftleraustausch mit verschiedenen Rechtsinstituten in China; 2005-2007; Max-Planck-Institut für ausländisches öffentliches Recht und Völkerrecht, Heidelberg.


P. 11. Projekte der Heinrich-Böll-Stiftung

Forschungszusammenarbeit zwischen dem Ministerium für Zivilverwaltung, Amt für NROn (Peking, China) und der Heinrich Böll Stiftung zu Problemen interner Regulierungsmechanismen von Gesellschaftsorganisationen, einschließlich der Durchführung einer internationalen Konferenz zu diesem Thema. Nov. 2006 - April 2007. HBS, Rosenthaler Str., Berlin.


P. 12. Projekte von INWENT

Hier: Richterfortbildung unter besonderer Berücksichtigung des Verwaltungsrechts/Verwaltungsverfahrensrechts an der Nationalen Richterakademie der VR China; 2005-2007; InWEnt, Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH, Friedrich-Ebert-Allee, Bonn.


P. 13. Projekte der Bundesnotarkammer für die Transformation Chinas

Hier: Seminare zum Zivilrechtssystem sowie zu Aufgaben und Arbeitsweise der Notare (Grundlagen des Notariats- und Grundbuchrechts); 2005-2007; Bundesnotarkammer (Büro Brüssel).


P. 14. Projekte des Bayrischen Rundfunks

Regelwerke in China und Deutschland im Bereich des Rundfunks und Fernsehens; 2005-2007; Deutscher Projektpartner: Bayerischer Rundfunk im Auftrag der ARD, München.


P. 15. Projekte des Instituts für Arbeit - ICOLAIR

1. Beitrag individueller Rechtswahrnehmung für den allgemeinen Vollzug des Arbeitsrechts, Seminare und Vorträge; 2005-2007; Institut für Arbeit- ICOLAIR, Hamburg.

2. Gewerkschaftliche Grundrechte und Kollektives Arbeitsrecht, rechtsvollzug in Deutschland und China (Vergleich); 2007; Hamburg ICOLAIR, Guandong Provincial Union School, Guangzhou, Dean of Law Faculty; Labour Institute, Renmin University Beijing; AFCTU Guangzhou.

3. Konferenzen zu "Arbeitsrecht und Rechtshilfe für Arbeitnehmer", Anwälte im Arbeitsrecht; 2007; Hamburg ICOLAIR, Zhongshan University Guangzhou, Women & Gender Studies Center.


P. 16. Projekte der juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin

Kooperation mit dem Chinesisch-deutschen Hochschulkolleg und mit der juristischen Fakultät der Tong Ji Universität: Austausch von Professoren und Studierenden, Organisation und Betreuung des am CDHK im Aufbau befindlichen Studiengangs für deutsches Wirtschaftsrecht sowie Betreuung von Praktikumsstellen für junge chinesische Juristen bei Rechtsanwaltskanzleien und Industriefirmen; fortlaufend; HU-Juristische Fakultät, Unter den Linden, Berlin.


Punkt 17. Projekte des Instituts für die gesamten Strafrechtswissenschaften, Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik der LMU München

1. Strafverfahrensrecht; 2003-2007; Deutscher Projektträger: Lehrstuhl für Strafrecht, Strafprozessrecht, Rechtsphilosophie und Rechtssoziologie.

2. Rechtsstaatliche Grenzen des Strafrechts bei der Bekämpfung des Terrorismus; 2005-2007.

Punkt 18. Projekte des Max-Planck-Instituts für ausländisches und internationales Sozialrecht in München - für die gesellschaftspolitische Transformation in das kapitalistische Gesellschaftssystem

Hier: Fortsetzung der Zusammenarbeit zu den Themen "Gesetzgebung in der sozialen Sicherheit" und "Formelle und informelle soziale Sicherheit"; 2007 (Stand Dez. 2006); Max-Planck-Institut für ausländisches und internationales Sozialrecht (München).
                     

Punkt 19. Projekte der Konrad-Adenauer-Stiftung (bekannt und umfassend)
(...)

P. 20. Projekte des Instituts für Informations-, Telekommunikations - und Medienrecht / Universität Münster (ITM) (Recht für die politisch-ideologische Transformation Chinas)

Hier: Verschiedene Forschungsvorhaben zum chinesischen IT-Recht (E-Contracting Law; Telekommunikationsrecht; Informations- und Urheberrecht); 2005-2007 (Stand Dez. 2006); Institut für Informations-, Telekommunikations - und Medienrecht, Zivilrechtliche Abteilung, Münster (Shanghai).

P. 21. Projekte der Patentanwaltskammer

Hier: Seminar zum Patentrecht; 2007; Patentanwaltskammer, München.


P. 22. Projekte der Bundesrechtsanwaltskammer - zur Transformation Chinas


Hier: Zusammenarbeit zur Entwicklung des chinesischen Rechtsanwaltsrechts und zur Rechtsanwaltsfortbildung; 2005-2007 (Stand Dez. 2006); Bundesrechtsanwaltskammer (BRAK).


Punkt 23. Projekte des Fachbereichs Rechtswissenschaft und des Interdisziplinären Zentrums für Ostasienstudien (IZO) der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main

1. Zusammenarbeit und Forschungsvorhaben zum chinesischen Gesellschaftsrecht sowie Kapitalmarktrecht und zur Rechtstheorie; 2005-2007 (Stand Dez. 2006); Johann Wolfgang Goethe-Universität, Senckenberganlage, Frankfurt am Main. Deutscher Projektträger: Fachbereich Rechtswissenschaft der J.W. Goethe-Universität, Institut für Arbeits-, Wirtschafts- und Zivilrecht, Ffm.; - Interdisziplinäres Zentrum für Ostasienstudien (IZO). Chinesischer Projektträger: Southwest University of Political Science and Law, Chongqing.

2. Hochschulpartnerschaft zwischen der J.W. Goethe-Universität Ffm., Fachbereich Rechtswissenschaft und der Southwest University of Political Science and Law, Chongqing. Seit 2002. Deutscher Projektträger: Fachbereich Rechtswissenschaft der J.W. Goethe-Universität, Institut für Arbeits-, Wirtschafts- und Zivilrecht, Frankfurt am Main. Chinesischer Projektträger: Southwest University of Political Science and Law.

3. Entwicklung des Zentrums für Deutsches Recht in der China University for Political Science and Law (CUPL), Beijing. Seit 2004. Deutsche Projektträger: die Universitäten Frankfurt a. M., Freiburg, Hamburg, Köln, München; Albert-Ludwigs-Universität, Institut für Wirtschaftsrecht, Freiburg; Chinesischer Projektträger: China University for Political Science and Law (CUPL), Beijing.

4. Einführung ins chinesische Recht und die chinesische Rechtskultur. Seit Oktober 2006. Deutsche Projektträger: IZO und Fachbereich Rechtswissenschaft der Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt am Main; Chinesischer Partner: Erziehungsministerium der Volksrepublik China.


P. 24. Projekte der Fakultät für Rechtswissenschaft der Universität Hamburg für die Transformation Chinas

1. LLM-Master Studiengang EU.- Asia Business Transactions (China focus) - in englischer Sprache. Seit 2005. Universität Hamburg. Fakultät für Rechtswissenschaft - in Kooperation mit International Center for Graduate Studies University of Hamburg.

2. Praktika für Studierende des Masterstudiengangs (unter 1); seit 2005. In Kooperation mit der Hanseatischen Rechtsanwaltskammer Hamburg.

3. Hamburg / HongKong Summer School EU - China Business Transactions; Juni 2007; Fakultät für Rechtswissenschaft in Kooperation mit Chinese University of Hamburg und Ernst & Young, Hamburg (Germany).

P. 25. Projekte der Deutsch-Chinesischen Juristenvereinigung (DCJV)

1. Herausgabe der Zeitschrift für Chinesisches Recht (ZChinR) (zusammen mit dem Deutsch-chinesischen Institut für Rechtswissenschaft in Nanjing); fortlaufend; Universität Freiburg i Br. / München.

2. Veranstaltung von Tagungen zum chinesischen Recht; fortlaufend.

3. Betreuung von chinesischen Juristendelegationen; fortlaufend.


26. Projekte der rechtswissenschaftlichen Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für die gesellschaftspolitische Transformation Chinas

1. Lehrveranstaltungen zum chinesischen Recht durch den neugeschaffenen Lehrstuhl "Wirtschaftsrecht Ostasiens mit Schwerpunkt China"; 2006-2007 (Stand Dez. 2006); Institut für Wirtschaftsrecht, Universität Freiburg, Wilhelmstraße, Freiburg.

2. Gemeinsamer deutsch chinesischer Studiengang im Rahmen einer Partnerschaft von 5 deutschen Universitäten mit der China University for Political Science and Law (Beijing) - jährlich ca. 20 postgraduierte Studenten in Deutschland, sowie Unterricht deutscher Professoren in Beijing; ab WS 2006/2007.

3. Gemeinsames Projekt im Rahmen des EU - China European Studies Centres Programme (ESCP) mit der China University for Political Science and Law (Beijing) zum Austausch von Professoren und Assistenten im Rahmen von Arbeitsgruppen zum europäischen Recht sowie Veranstaltung von Kolloquien; 2006 und 2007 (Stand Dez. 2006).

4. Betreuung von chinesischen Magisterstudenten und Doktoranden durch verschiedene Fakultätsmitglieder; fortlaufend.


27. Projekte des Fachbereichs Recht der FH Braunschweig / Wolfenbüttel

1. Konzeption und Organisation der deutsch-chinesischen Wirtschaftsrechtssymposien in Kooperation mit Professoren des Chinesisch-Deutschen Hochschulkollegs (CDHK) an der Tongji-Universität und Partnern aus der Wirtschaft.
a) 6. Deutsch-Chinesisches Wirtschaftsrechtssymposium in 2007, Shanghai.
b) 7. Deutsch-Chinesisches Wirtschaftsrechtssymposium in 2008, Berlin.
2002-2008 (Stand Dez. 2006). FH Braunschweig / Wolfenbüttel, Fachbereich Recht.

2. Vorträge und Gastvorlesungen usw. von Professoren des Fachbereichs Recht an der University of Economics and Law, Wuhan; Betreuung von Diplomarbeiten zum chinesischen Recht; 2007 (Stand Dez. 2006).

Punkt 28. Projekte einzelner Länder

1. Zusammenarbeit im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin - Beijing auf den Gebieten Justiz, Notarwesen und öffentliche Sicherheit. 2003 - 2007 (Stand Dez. 2006). Der Regierende Bürgermeister von Berlin, Senatskanzlei; Senatsverwaltung für Justiz Berlin.

2. Besuche chinesischer Delegationen von verschiedenen Haftanstalten im Rahmen der Städtepartnerschaft Berlin-Beijing, des deutsch-chinesischen Rechtsstaatsdialogs und auf Bitten privater Institutionen (z.B. Besuch einer Delegation des Beijinger Justizvollzugsamtes); seit 1999 - ; Senatsverwaltung für Justiz Berlin.


Die Projektliste zeigt nur einen kleinen Bereich der gesellschaftspolitischen und juristischen Transformationsarbeit der Bundesrepublik Deutschland. Analoge vielfältige Aktivitäten finden sich in den NATO-Staaten der Europäischen Union und Nordamerika.


Empfehlung:
1.) Sumpfblüten in der "sozialistischen Marktwirtschaf" (nicht nur) chinesischer Prägung.
Trend Onlinezeitung 12/08: http://www.trend.infopartisan.net/trd1208/t261208.html
2.) Schuften für High-Tech - In Südchina arbeiten junge Frauen 300 Stunden und mehr im Monat. Arbeitsschutz und gesetzliche Vorgaben werden oft umgangen. Ein lesenswerter Artikel von Wolfgang Pomrehn.  In: junge Welt: http://www.jungewelt.de/2008/12-31/036.php
3.) 'Tschernobyl' lässt grüßen! - am 'harmonischen' Himmel.
In: scharf-links - die linke online Zeitung: http://www.scharf-links.de/8.0.html
4.) Siehe auch: Gegen bürgerlich-ideologischen Sophismus und Antikommunismus hilft (nicht nur) die Aufklärung! - "30 Jahre Reform- und Öffnungspolitik" - Nach der ideologischen Romantik zurück zur gesellschaftspolitischen Realität; bei: www.scharf-links.de

01.03.2009 / Reinhold Schramm







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