DIE LINKE.NRW: Ethikunterricht für ALLE statt weitere Religionsunterrichte

02.08.09
TopNewsTopNews, NRW, Kultur 

 

"Die NRW-Linken unterstützen die Forderung des IBKA-NRW, des Internationalen Bundes der Konfessionslosen und Atheisten, nach Abschaffung des Religionsunterrichts an den öffentlichen Schulen", so der stellvertretende Landessprecher der NRW-Linken, Ralf Michalowsky.

Hintergrund

Mit Erlass vom 28.5.1999 hat das nordrhein-westfälische Ministerium für Schule, Weiterbildung, Wissenschaft und Forschung den Islamkunde-Unterricht eingeführt; der Erlass betonte die Freiwilligkeit der Teilnahme und stellte klar, dass Islamkunde weder den Glauben zu verkünden noch zum Glauben zu erziehen habe. Seit 1998 klagen islamische Verbände auf die Einführung islamischen Religionsunterrichtes in NRW. Nach dem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes aus dem Februar 2005 (BVerwG 6 C 2.04) und der Zurückweisung der Angelegenheit an das OVG Münster startete die neue NRW-Landesregierung im Juni 2006 ihren "Aktionsplan Integration", der unter Punkt sieben vorsieht, "... zu einer einheitlichen Vertretung aller Muslime [zu] kommen". Über einen Schulversuch in den Städten Köln und Duisburg soll es bis Ende der Legislaturperiode 2010 die Grundlagen für einen bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht unter deutscher Schulaufsicht geben.

Zur geplanten Einführung eines weiteren Religionsunterrichts sagt der migrationspolitische Sprecher der LINKEN, Ali Atalan, "die Einführung eines zusätzlichen Religionsunterrrichts (Islamkunde) trägt nicht zu einem solidarischen und weltoffenen Miteinander in der Gesellschaft bei. Im Gegenteil das ist ein erneutes Integrationshemmnis, denn durch die Trennung in weitere Konfessionen wird Separierung der Schülerinnen und Schüler voneinander nur verstärkt und damit kulturell zementiert ."

Die stellvertretende Landessprecherin und bildungspolitische Sprecherin Bärbel Beuermann: "Die Einführung eines bekenntnisorientierten Islamunterrichts löst keine Probleme. Die durch die generelle Abschaffung des Religionsunterrichts frei werdenden Stunden können sinnvoll für die Vermittung einer altersgerechten demokratischen Werteordnung auf Grundlage der Menschenrechte und der Verfassung genutzt werden. Ebenso soll wissenschaftlich fundiertes Wissen in den Bereichen Biologie, Politik, Geschichte und auch Religionskunde unterrichtet werden.







<< Zurck
Diese Webseite verwendet keine Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz