Finanzielle Vernichtung unliebsamer politischer KritikerInnen...

29.06.08
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Kommentar von Herbert Friedl

Wer sich über den GNN-Verlag*(Berichtigung siehe unten) auf dessen Webseite unter dem Navigationspunkt 'Wir über uns' ' http://gnn-verlag.de/?page_id=9 ' informieren möchte, bekommt nichts zu sehen außer dem Satz: 'Wir über uns'...

Ansonsten bietet der Verlag u.a. Schriften der 'Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen', der 'Rosa-Luxemburg-Stiftung Brandenburg', des Schkeuditzer Buchverlages, Publikationen des 'Marxistischen Forums' und der 'Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht und Menschenwürde' an.

Wer solche Schriften publiziert, so sollte man zumindest meinen, hätte ein 'linkes', solidarisches Selbstverständnis.
Dieses muss in scharfen Zweifel gezogen werden.

Wie in dem politischen! Konflikt mit der Verfasserin des Artikels  http://tinyurl.com/5fbnfn umgegangen wurde und noch wird, kann unter 'Linken' nicht hingenommen werden.

Dass es immer noch 'GenossInnen' gibt die sich mit Transparenz in ihren politischen Geschäften schwer tun ist das eine, bedingt aber die Notwendigkeit von 'Whistleblowern'* die man im Angelsächsischen sehr, aber hierzulande gar nicht schätzt und deshalb gerne und systemübergreifend als 'Nestbeschmutzer' denunziert und massiv relegiert. *http://de.wikipedia.org/wiki/Whistleblower

Eine fehlerhafte Information durch eine ansonsten sachkundige 'Quelle', der zugegebenermaßen ein Detail unzureichend bekannt war, führt zu einem scheinbar automatisiert ablaufenden existensbedrohendem Verfahren.

Da muss es andere Wege geben, außer Kontopfändungen, deren offizielle Zustellung vierzehn Tage nach Vollstreckung der Maßnahme erfolgt. Bei einem Einkommen analog des HartzIV-Regelsatzes ist diese Maßnahme für sich schon existensbedrohend, wenn nun auch noch die politische Vernichtung durch Domainpfändung angestrebt wird ist der Boden eines 'linken' Selbstverständnisses längstens und endgültig verlassen.

Wer ohne irgendein Salär sich der Mühe unterzieht ein kritisches, linkes Online-Magazin zu betreiben, einfach deshalb weil es notwendig ist, sieht sich letztendlich, schon wegen der Kosten für die willfährigen Advokaten, immer mit einem Bein im 'Schuldenturm'.

Der Versuch, politisch unliebsame GenossInnen zu demontieren und sogar dem finanziellen Ruin zu überantworten ist ein weiteres abschreckendes Beispiel der unerträglichen moralischen Verwahrlosung einiger vermeintlich 'linker' Akteure.

Wer es mit der kaltherzigen Unduldsamkeit solcher 'GenossInnen' zu tun bekommt, braucht wahrlich keine Feinde mehr...

Ich rufe deshalb die Verantwortlichen des GNN-Verlag dazu auf ihre 'linken' Advokaten wieder an die Kette zu nehmen und eine solidarische Lösung des Konfliktes zu suchen, anstatt einer Genossin die sich erwiesenermaßen für die Bewegung abarbeitet, den finanziellen Ruin zu organisieren.

Alle MitstreiterInnen bitte ich im Rahmen ihrer Möglichkeiten um ideellen und finanziellen Beistand.

Herbert Friedl
Mitglied der Redaktion von http://www.scharf-links.de/

Berichtigung:
Der GNN-Verlag aus Schkeuditz http://www.gnn-verlag.de/
macht darauf aufmerksam, dass es sich im Kommentar um den Kölner GNN-Verlag
http://www.gnn-verlage.com/ handelt
Bitte bei der Beurteilung des Vorgangs berücksichtigen.







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